Signale

An der Börse hat es der Anleger schwer. Er handelt vorschnell, wenn er warten soll, und handelt zu spät, wenn sich ihm eine Chance bietet. Eine plötzliche Kursreaktion bei der Heidelberger-Druckmaschinen-Aktie hat eine Vielzahl an Anlegern zu einem Fehler verleitet, indem sie in die Rallye hinein Aktien gekauft haben. Dieser Anstieg hatte jedoch einen Schönheitsfehler. Er war nicht nachhaltig, und nun sind die Verkäufer wieder da.

FOMO steht an der Börse für „Fear of missing out“ – die Angst, etwas zu verpassen. In diesem Fall eine Rallye bei der Heidelberger-Druckmaschinen-Aktie. Zu schön war die Kursexplosion, zu wohltuend die Kursgewinne. Anleger haben sich schon ausgerechnet, wie lange die Rallye andauern und wie hoch der Kurs noch steigen würde.

In solch einem Umfeld finden sich immer mehr Käufer, die auf den fahrenden Zug aufspringen und dann zu jedem Preis Wertpapiere kaufen. Dass der Anstieg bei der Heidelberger-Druckmaschinen-Aktie Zeichen einer Luftnummer hatte und nur markttechnisch zu erklären ist, wurde in dem Artikel „Heidelberger Druckmaschinen: Nicht stark!“ gezeigt.

Heidelberger Druckmaschinen, Wochenchart, Stand 1.60 Euro

Obwohl der Kurs wie verrückt angestiegen ist und dabei den Preisbereich bei 2 Euro erreicht hat, war das Kursplus nicht nachhaltig. Bis zum Ende der letzten Woche wurde ein großer Teil der Gewinne wieder verkauft. Die Wochenkerze zeigt daher einen langen Docht, was auf die Stärke der Verkäufer hindeutet.

Anleger, die zu spät eingekauft haben, erkennen nun ihren Fehler und wünschen sich, nicht so voreilig gehandelt zu haben. Doch so funktioniert die Börse nun einmal (mehr erfahren). Es braucht Kaufwillige, an die die Verkäufer ihre Aktien verkaufen können – und umgekehrt.

Wie geht es nun weiter? Solange die Heidelberger-Druckmaschinen-Aktie innerhalb des fallenden Trendkanals verbleibt, lautet der Trend abwärts. Da hilft weder eine dünne Nachricht über den Einstieg ins Rüstungsgeschäft – der ist schon länger bekannt – noch ein Besuch eines Ministerpräsidenten. Das ist zu wenig.

Wie sich zu Beginn dieser Woche zeigt, haben die Käufer aufgegeben. Sie sind plötzlich verschwunden, und nun stehen die Aktionäre allein da. Bereits die Widerstandslinie bei 1,61 Euro ist schwer zu überwinden. Solange diese Marke (im kleinen Bild) und 1,77 Euro (mittelfristig) nicht überwunden werden, sollte diese Aktie bis 1,36 Euro nachgeben.

Das Chartbild sieht weiter schwach aus, sodass die Verkäufer leichtes Spiel haben werden. Die Heidelberger-Druckmaschinen-Aktie konnte nur kurz glänzen, manch ein Anleger hat sich zum voreiligen Aktienkauf verleiten lassen – doch nun sind die Verkäufer wieder da. Erst ein charttechnischer Ausbruch wird für nachhaltiges Interesse sorgen.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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