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Die Profis haben es schon geahnt, jetzt wissen es auch die Privatanleger. Eine Gewinnwarnung bei Bayer war wahrscheinlich, wie sich das in der Branchenentwicklung bereits angekündigt hat. Damit verfliegen nun die Hoffnungen der neuen Aktienkäufer, die sich eine positivere Entwicklung der Aktie erhofft haben. Entgegen manchen Erwartungen war die Bayer-Aktie noch nicht aus dem Schneider, weshalb die Anleger jetzt ein Kursziel im Fokus haben, den es zu beachten gilt.

Eine Gewinnwarnung an der Börse ist heutzutage nichts Besonderes mehr, da in dieser Phase viele Aktienunternehmen ihre Prognosen zurücknehmen. Das wirtschaftliche Umfeld trübt sich ein und damit auch die Lage der Geschäfte. Die spannende Frage war daher, ob die Anleger solch eine Entwicklung antizipieren und dementsprechend sich ihrer Anteile entledigen konnten oder ob sie nun überrascht dem Kursrückgang zusehen müssen. Bereits in der letzten Analyse „Bayer: Zum Jubeln zu früh“ wurde auf die schwierige Lage im Chartbild hingewiesen und sinkende Notierungen in Aussicht gestellt.

Bayer, Tageschart, Stand 51,30 Euro

Im oberen Chartbild spielen zwei Faktoren aufeinander. Zum einen das Verlassen des Abwärtstrends Mitte Juli, was durchaus positiv ist und das Scheitern der Aktie an der Widerstandslinie bei 52 Euro. Es galt nun abzuwägen, welche dieser Faktoren dominieren wird. Nach einem langen Abwärtstrend ist es unüblich, dass eine Aktie sofort in den Rally-Modus wechselt, daher waren die Hoffnungen einige Marktteilnehmer verfrüht. Normalerweise kommt es zunächst zu einer Seitwärtsbewegung.

Mit der gestern verkündeten Gewinnwarnung hat die Aktie nun den Weg nach Süden eingeschlagen und verfolgt ein Mindestkursziel bei 48 Euro. Leicht steigende Kurse zur heutigen Handelseröffnung sind zunächst technischer Natur und sollten nicht von Dauer sein. In einem trüben wirtschaftlichen Umfeld werden sich neue Investoren zurückhalten.

Die alternative Variante ist ein Sprung des Aktienkurses über den Preisbereich bei 51,21 Euro. Da die Profis mit der Gewinnwarnung gerechnet und daher ihre Prognosen im Vorfeld angepasst haben, ist hier kein Schreck zu erkennen und manch ein Analysehaus bestätigt gerade ihre Kaufempfehlung für diesen Wert. Diese Variante ist jedoch nur spruchreif, wenn der Sprung über 51,21 Euro gelingt, ansonsten ist der Blick zunächst nach Süden zu richten.

Geht es nach der aktuellen Analyse, dann sollte das Erreichen des Mindestkursziels bei 48,27 Euro zu einem Test des letzten Verlaufstiefs führen und erst dann können die Anleger erkennen, ob sich an dieser Stelle wirklich Käufer zeigen werden. Bleiben diese an dieser Stelle aus, und fällt der Aktienkurs unter das letzte Verlaufstief, dann wäre dies ein Schwächesignal und würde Folgeverkäufe mit sich ziehen. Für den Moment geht es erst einmal um den Test des letzten Verlaufstiefs. Das Kursziel lautet 48,27 Euro und dann muss die Chartlage neu bewertet werden.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S.: Mit Indikatoren zum Erfolg an der Börse (mehr erfahren)

 

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