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Es gibt tatsächlich noch Anleger, die die Steinhoff Aktie kaufen. Das ist insofern verwunderlich, da der Kurs nur eine Richtung kennt und die ist stramm nach Süden. Die Aktie ist fest in der Hand der Verkäufer und befindet sich in einem Abwärtstrend. Und dennoch, je tiefer der Kurs fällt, umso interessierter zeigt sich manch ein Käufer. Dabei kostet jedes Investment in den letzten Jahren nur Geld. Es gibt keinen Grund, in das fallende Messer zu greifen.

Gestern konnte die Steinhoff Aktie ca. 20 % ansteigen. Das ist erst mal ein starkes Plus, doch wenn man zuvor viel verloren hat, dann relativiert sich diese Zahl wieder. Häufig, wenn diese Aktie etwas ansteigen kann, dann sind meist Nachrichten im Spiel, wo sich das Unternehmen mit Gläubigern über eine Verlängerung der Schuldentilgung geeinigt hat. Manchmal kommt es auch mit der laufenden Umstrukturierung voran. Nachrichten, wie z. B. die Einigung mit Gläubigern, ist zwar kurzfristig nützlich, weil dann nicht sofort das Geld in der Kasse knapp wird, doch weg sind die Schulden ja dennoch nicht. Daher verwundert es auch nicht, dass in der Vergangenheit jede Art solch einer Nachricht dem Aktienkurs nicht nachhaltig zu einem Anstieg verhelfen konnte.

Steinhoff, Tageschart, Stand 0,068 Euro

Besonders Privatanleger fühlen sich von einem günstigen Kurs angezogen. Dabei zeigt der Blick auf das Chartbild, dass es wirklich keinen Grund gibt, dass diese Aktie ihre Richtung verändern wird. Das Handeln gegen den Trend ist einfach gefährlich. Der Käufer stellt sich gegen die Masse, die ihre Aktien veräußern will. Das Chancenverhältnis ist somit ungünstig. Warum handeln Privatanleger dennoch so?

Es kommt gelegentlich vor, dass eine Aktie tief im Kurs sinkt und dann tatsächlich einen Turnaround schafft. In solchen Momenten wünscht sich der Anleger, dass er am Tief mutig zugegriffen hätte und der Anstieg mit ihm zusammen erfolgt. Die Sache ist nur die, dieser Fall kommt an der Börse sehr selten vor. In der Regel wird der Griff in das fallende Messer, so nennt man es, wenn Anleger in stark fallende Wertpapiere investieren, mit Kursverlusten bestraft.

In der letzten Analyse „Steinhoff: Ohne Worte“ wurde das Kursziel bei 0,050 Euro ausgegeben, was dann auch mit dem Tagestief am 19. August bei 0,049 Euro erreicht wurde. Es ist bei dieser Aktie ein häufig gesehener Bewegungsablauf. Nach einem neuen Tief kommt es zu einem kurzen Anstieg des Kurses, der dann bald wieder mit Verkäufen zurückgedrängt wird. Anleger sollten dreimal überlegen, ob sie bei diesem Wert in das fallende Messer greifen wollen, denn das Risiko ist einfach zu groß.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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