Signale

Wenn es nach den Börsen geht, ist der Iran-Krieg vorüber. Der DAX hat es sich über der 24.000-Punkte-Marke gemütlich gemacht. Die US-Indizes steigen seit vielen Handelstagen unaufhörlich. Es scheint so, als seien Säbelrasseln und ergebnislose Verhandlungen kein Grund, sich an der Börse zurückzuhalten. Der Markt hat bisher nichts Handfestes, was das Kriegsende angeht, doch die Anleger wissen eben mehr und handeln danach.

Man sagt den Finanzmärkten nach, dass sie ein Gefühl für zukünftige Entwicklungen haben. „An der Börse wird die Zukunft gehandelt“ ist eine altbekannte Aussage. Sieht man sich den rasanten Anstieg des DAX an – oder den der US-Indizes –, hat der Iran-Krieg nicht nur seinen Schrecken verloren, sondern ist sogar zum Wohlwollen aller Beteiligten bereits beigelegt.

US-Präsident Trump meldet sich täglich zu Wort und macht den Anlegern auf seine Art Mut. „Der Krieg sei kurz vor dem Ende“ oder „ein Deal sei in greifbarer Nähe“ lauten sinnbildlich einige seiner Kommentare. Solche Aussagen hat man schon oft von Trump gehört. Zumindest an den Börsen werden seine Worte gehört. Anleger zögern nicht mit dem Wertpapierkauf.

DAX, Tageschart, Stand 24.066 Punkte

Das Verrückte: Als der Preis für ein Barrel der Sorte Brent von 60 US-Dollar auf 80 US-Dollar anstieg, wurden die Sorgenfalten an den Börsen größer. Marktteilnehmer waren besorgt über die Kosten, die so etwas mit sich bringen würde. Die Unternehmen, die Produkte, die Inflation – alles war in Not, und der Schrecken groß. Die Aktienkurse gaben nach. So weit ist die Reaktion verständlich. Doch die Börsenteilnehmer sind nicht einfach zu verstehen: Jetzt notiert der Ölpreis stabil bei 96 US-Dollar, und den Anlegern macht das überhaupt nichts aus. Sie sind optimistisch und lassen sich vom Aktienkauf nicht abhalten. Etwas verrückt ist die Börse eben schon.

Der steile Anstieg des DAX hat den Preisbereich bei 24.120 Punkten erreicht. Wie im obigen Chartbild zu erkennen ist, befindet sich an dieser Stelle ein Widerstandsbereich. Im Normalfall und ohne externe Nachrichten (z. B. Hype durch Trump) sollte an dieser Stelle eine Korrekturbewegung einsetzen.

Solange der DAX nicht über 24.120 Punkte hinauskommt – das ist die Bedingung –, geht es abwärts bis zum Zielbereich bei 23.760 Punkten. Diese Kursmarke ist wichtig. Sie wird entscheiden, wie es mit dem Index weitergeht.

Short Signal ID 4167

Hält die Marke bei 23.760 Punkten, endet die Korrektur an dieser Stelle, und der DAX steigt wieder bis in den Bereich bei 24.120 Punkten (fallende Trendlinie in der Bildmitte). Ein Ausbruch über diese Widerstandslinie lässt den Index dann bis 24.500 Punkte ansteigen, wie in der Wochenendanalyse „DAX-Ausblick: Stürmische Woche voraus“ analysiert wurde.

Kann der Preisbereich bei 23.760 Punkten dem DAX keinen Halt bieten, verdüstert sich das Chartbild, und der Index fällt bis 23.330 Punkte zurück.

Die Marktteilnehmer an den Börsen sind nicht schlauer als andere. Der Grund für die außergewöhnliche Indexbewegung liegt an der Bündelung des Geldes (mehr erfahren). Je mehr Kapital zusammenkommt, umso stärker die Kaufkraft, umso wilder das Kursplus an den Börsen. Am Anfang des Iran-Krieges haben viele die Börsen fluchtartig verlassen. Auch größere Teilnehmer (z. B. Fonds) mussten verkaufen, da Kunden ihr Geld haben wollten. Die Kurse kamen stark unter Druck. Jetzt findet der umgekehrte Fall statt. Alle wollen wieder zurück an die Börse. Der Wunsch, nicht zu spät zu kommen, treibt die Anleger und folglich auch die Kurse.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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