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Die endlose Zuversicht der Marktteilnehmer bröckelt. Die Börsenkurse stottern auf hohem Niveau. Der DAX tritt seit Wochen auf der Stelle. Anleger kaufen nicht mehr zu jedem Preis Aktien. Die Themen Zinssenkung und Inflation sind übermäßig strapaziert worden, sodass sie keine Impulse mehr liefern. In der zurückliegenden Woche verliert der DAX 1,1 %. Für neue Kurszuwächse scheint der Spielraum beschränkt zu sein, trotz möglicher EZB-Leitzinssenkung in der neuen Woche.

Am Donnerstag könnte es soweit sein. Die EZB will ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte absenken (dann auf 4,25 %). Wie das mit guten Nachrichten ist (aus Sicht der Börsen), wurde die frohe Kunde von den Geldhütern im Vorfeld verbreitet, der Finanzmarkt rechnet fest mit diesem Schritt, und damit ist es für die Anleger keine Überraschung mehr. Die Frage ist daher, wie der weitere Pfad aussehen wird. Bleibt es bei einem einmaligen Schritt oder werden weitere Zinssenkungen folgen?

DAX, Tageschart, Stand 18.497 Punkte

DAX Chart

Mit der bevorstehenden Leitzinssenkung im Euroraum wäre die EZB diesmal der US-Notenbank FED einen Schritt voraus. Obwohl die Anleger auch in den USA solch einen Schritt seit Monaten wünschen, haben es die US-Währungshüter mit einer Zinssenkung nicht eilig. Nicht weil sie es nicht wollen, aber die US-Inflation ist hartnäckig und da will niemand Öl ins Feuer gießen.

Dem Aktienmarkt gehen die Neuigkeiten aus. Der KI-Hype ist ausgiebig gehandelt worden. Eine neue Schippe an Kurszuwächsen ist nicht zu erwarten. Das Thema Leitzinssenkungen zieht sich wie ein Kaugummi und langweilt die Marktteilnehmer. So langsam kommt das Risikobewusstsein zurück, da Kursgewinne ausbleiben. Profis wissen zumeist gut, wann ein langer Trend sein Endstadium erreicht hat.

In der neuen Woche sollte es zunächst mit einem Kursplus am deutschen Aktienmarkt losgehen. Der DAX hat am Freitag Abend nachbörslich den Preisbereich bei 18.600 Punkten erreichen können. Zudem ist Monatsanfang, bei dem frisches Geld der Sparer die Märkte erreicht und Wertpapiere gekauft werden. Dies führt zumindest für ein paar Stunden zu neuer Nachfrage.

Die Ausgangslage für die neue Handelswoche hat eine interessante Konstellation. Ebenso wie in der Vorwoche (hier) hoffen die Anleger erneut auf bald wieder steigende Kurse. Und auch diesmal ist das Enttäuschungspotenzial hoch. Der DAX hat seine orange Aufwärtstrendlinie verlassen. Zudem sind die Unterstützungslinien bei 18.650 und 18.500 Punkten unterschritten und verletzt worden. Ein Warnsignal!

Trading Signal ID 3739

Short Signal ID 3739

Dem Index sollte es schwerfallen, die Widerstandslinie bei 18.650 Punkten dauerhaft zu überwinden. Verkäufer werden sich diese Chance an dieser Stelle nicht entgehen lassen wollen. Erneut ist dann mit einem Anlaufen der Marke bei 18.500 Punkten zu rechen. Der zweite Kontakt sollte dann zu einem Bruch und dann für dauerhaft nachgebende Notierungen sorgen. Unterhalb von 18.500 Punkten, und noch stärker unter 18.394 Punkten, sollte der DAX klar unter Verkaufsdruck kommen. Anleger werden daraufhin den Aktienmarkt meiden wollen. Gewinne werden mitgenommen werden, solange die Chance hierfür besteht. Der Optimismus wird vollends schwinden, da plötzlich Risiken ein höheres Gewicht in der Berichterstattung erhalten sollten. Sinkende Kurse haben ein erstes Kursziel bei 18.040 Punkten.

Irgendwann ist auch der stärkste Optimismus aufgebraucht. Obwohl die Anleger immer wieder auf steigende Kurse hoffen, häufen sich die roten Tageskerzen im Chartbild. Schritt für Schritt entfernt sich der DAX von seinem Allzeithoch. Anleger sollten diesen Wandel beachten und entsprechend handeln.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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