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Die Aktienmärkte kennen kein Halten. Auch wenn einige Medien von einem Optimismus berichten, der nicht gesund sein kann, Anleger wollen davon nichts wissen. Ganz im Gegenteil, je mehr Euphorie, je mehr Zuversicht die Märkte erfassen, umso schneller steigen die Kursgewinne, was wiederum die Anleger zu höheren Einsätzen und mehr Risiko verleitet. Der DAX reitet mit auf dieser Euphorie-Welle. Die Frage ist nur: wie lange?

An der Börse bekommt die Rallye neues Feuer, nachdem im Wochenverlauf das US-Unternehmen Nvidia mit sehr guten Zahlen die Stimmung im Markt erneut anfachen konnte. Anleger fühlen sich in ihren bisherigen Erwartungen bestätigt, sehen das Wachsen der Kursgewinne und erhoffen sich nun eine Fortsetzung der Rallye. Neue Käufer wagen sich an den Aktienmarkt, weil sie das Warten an der Seitenlinie nicht mehr aushalten. Neue Nachfrage nach Aktien lässt Wertpapierpreise und die Indizes steigen. Optimismus, soweit das Auge reicht.

DAX, Tageschart, Stand 17.419 Punkte

Der Mensch ist ein Herdentier und fühlt sich in der Masse wohl. Deshalb ist die Börse für ein Herdenverhalten der Marktteilnehmer bekannt, da sie dasselbe tun, was die anderen machen. Kaufen alle Aktien, dann fällt schnell die Hemmschwelle der Nicht-Investierten, da diese Gruppe nicht zusehen und Gewinne verpassen möchte. Schwören sich alle Beteiligten auf z.B. KI-Aktien ein, dann wollen viele Käufer Wertpapiere aus dieser Branche besitzen, was wiederum die Kurse aus Aktien dieser Branche durch die Decke gehen lässt.

Ein häufiger Fehler während einer Börsenhausse ist dabei die Erwartung der Marktteilnehmer, die Rallye würde ewig anhalten. Sie zögern daher kaum und investieren, vermutlich zu spät, in einen bereits heiß gelaufenen Aktienmarkt. Die Übertreibung verstärkt sich und führt zu noch höheren Kursen, bevor die KI-Blase schließlich platzt.

Der DAX hat mit den guten Nvidia-Zahlen ein neues Rekordhoch bei 17.443 Punkten markieren können. Der Optimismus hält unvermindert an und kann den Index weiter klettern lassen. Auf der Oberseite ist Platz bis 17.820 Punkte. Ob dieses Potenzial ausgenutzt werden kann, steht in den Sternen. In der finalen Phase der Übertreibung an den Börsen ist den Anlegern kaum beizukommen.

Zur Orientierung für die neue Handelswoche gilt: Fällt der Index in der neuen Woche unter 17.279 Punkte, dann rutscht er auch weiter bis in den Bereich bei 17.100 Punkten. Hier werden die beiden Trendlinien in schwarz und orange Hilfestellung geben, ob tiefere Kursziele aktiviert werden. Wir werden zeitnah berichten. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier).

Ohne ein Unterschreiten der Marke von 17.279 Punkten hält die Kurse nichts von einem weiteren Anstieg ab. An der Börse braucht es nur neue Käufer, die gewillt sind, höhere Preise zu bezahlen, damit die Rallye weitergehen kann. Besonders in einer Übertreibungsphase sitzt das Geld der Anleger locker, da sie die fundamentalen Daten aus der Wirtschaft ignorieren (abkühlende Konjunktur, verpuffte Zinssenkungsfantasie).

Short Signal ID 3679

Besonders die Krise im US-Gewerbeimmobilienmarkt müsste den Anlegern Kopfschmerzen bereiten. Dort taumeln schon die ersten Unternehmen und brauchen frisches Kapital. Sie bekommen dieses jedoch nicht, oder zu schlechten Konditionen, weil die Aussichten trüb sind und auch bleiben werden, da strukturell bedingt. Vornehmlich haben US-Regionalbanken diese Projekte finanziert und sehen jetzt zu, wie mit dem Absturz der Mieten und der Gewerbepreise ihre Sicherheiten dahinschmelzen. Es sollte keineswegs verwundern, wenn in den kommenden Monaten die US-Regionalbanken wieder die Schlagzeilen dominieren werden.

Für den Moment jedoch geht der übertriebene Optimismus an den Börsen weiter. Jede Nachricht wird erfreulich interpretiert. Schlechte Meldungen werden zu neutralen, guten Nachrichten, zu sehr guten skaliert, was wiederum den Kaufwillen der Marktteilnehmer anheizt. Der Optimismus beschleunigt sich. Eine Börsenhausse endet dann, wenn die Anleger wieder anfangen, die Realität anzuerkennen.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S.: Nutzen Sie diesen DAX-Trend (mehr erfahren)

 

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