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Am Aktienmarkt kommt es nun knüppeldick. Die erhoffte Zinssenkung verzögert sich, die Inflation verschwindet nicht, die Konjunktur ist kühl und die KI-Blase platzt. Wer jetzt noch an das Positive an der Börse glaubt, der ist besonders mutig oder riskiert gerade Kopf und Kragen. Auch wenn es manch ein Anleger noch nicht wahrhaben will, die Würfel sind an der Börse gefallen. Wichtige Trendline wurden gebrochen und neue Kursziele aktiviert. Jetzt gilt es besonders, den Durchblick zu behalten.

So langsam wird der Scherbenhaufen an der Börse immer größer. Zuerst ging es nur um Zinsen, dann um Inflation, später Nahostkonflikt und nun kommt auch das Platzen der KI-Blase hinzu. Am Freitag gab es regelrecht einen Abverkauf an der US-Börse Nasdaq. Highflyer wie Super Micro Computer und der Chiphersteller Nvidia kamen schwer unter die Räder. Anleger verlassen das sinkende Schiff. Die KI-Blase platzt. Jetzt gilt es nicht mehr alten Höhen nachzuweinen, sondern zügig die Reißleine zu ziehen. Der Knall an der US-Börse ist nur der Anfang.

DAX, Tagesausblick, Stand 17.737 Punkte

Am Freitag begann der DAX wegen des Angriffs Israels schwach, aber dann gelang es den Käufern den ganzen Tag über den Index nach oben zu schieben. Besonders der Preisbereich bei 17.650 Punkten war wichtig und konnte zu Wochenschluss verteidigt werden. Die Marktteilnehmer erhoffen sich eine Beruhigung im Nahen Osten. Woher diese Zuversicht kommt, ist unbekannt, aber fürs Erste überwogen die Käufe.

Die andere große Baustelle für die Börsenanleger ist weiterhin die Zinsfront. Die US-Zinsen wollen einfach nicht fallen. Die Wall-Street, die diese Rallye maßgeblich gezündet hat, hat sich verspekuliert. Die Hoffnung auf billiges Geld schwindet so schnell, wie sie gekommen ist. Der Markt fällt bereits, doch im Verhältnis zu dem vorangegangenen Anstieg ist das noch zu wenig. Das Abwärtspotential ist enorm, wenn die US-Zinsen auf diesem Niveau verbleiben sollten.

Das obige Chartbild zeigt die Lage für den DAX sehr gut. Der Trendbruch an der orangenen Linie ist offensichtlich. Damit sind die Würfel für den Index gefallen. Ohne dass der Index über 18.100 Punkte steigt, ist die weitere Richtung abwärts. Zu Wochenbeginn sollte der Index dennoch etwas ansteigen können. Fallende Kurse können durch kleine Korrekturen in die Gegenrichtung ausbalanciert werden. Sinkende Kurse laden neue Käufer ein, die niedrigeren Preise zum Aktienkauf zu nutzen. An der Börse wechseln sich im Normalfall Hoffnungen und Ängste ab. Durch den Einsatz elektronischer Marktteilnehmer verblasst diese Urfunktion des Börsenhandels zunehmend.

Steigende Kurse sollten jedoch nicht weit kommen. Schon die rote Widerstandslinie bei 18.040 Punkten wird den DAX aufhalten. Im aktuellen Marktumfeld machen sich nur noch Privatanleger Hoffnungen auf wieder steigende Kurse. Große Marktteilnehmer erkennen den fatalen Fehler bereits, ihre Annahmen erfüllen sich nicht und da heißt es, den Markt schnell wieder verlassen.

Short Signal ID 3713

Das Ende der Zinssenkungshoffnungen und das Platzen der KI-Blase bedingen sich gegenseitig. Entwicklungen in der Technologiebranche verschlingen viel Geld, sie ist besonders auf billiges Kapital angewiesen. Bei höheren Zinsen wird das Finanzieren ihrer Projekte schwerer. Anleger erkennen diesen Zusammenhang (mehr erfahren) und treten den Rückzug an.

Nach einer kurzen Aufwärtskorrektur zu Wochenbeginn, die spätestens bei 18.040 Punkten enden sollte, wird der Markt wieder unter Verkaufsdruck kommen. Erneut lautet das Ziel dann 17.650 Punkte. Diese Unterstützungslinie sollte im zweiten Anlauf unterschritten werden. Unterhalb dieser Marke sollte der deutsche Aktienindex zügig nachgeben und den Preisbereich bei 17.040 Punkten ansteuern. Sollte der Index zu Wochenbeginn sofort zur Schwäche tendieren und gleich unter 17.650 Punkte rutschen dann entfällt die beschriebene Aufwärtsbewegung.

Am Aktienmarkt sind die Würfel gefallen. Der DAX hat eine Trendwende vollzogen. Die vorangegangene Rallye kann unter diesen Umständen (Nahostkonflikt, ausbleibende Zinssenkung, schwächere Unternehmensausblicke) nicht mehr wieder aufgenommen werden. Jetzt gilt es so schnell wie möglich Gewinne zu realisieren, bevor die Kurse noch tiefere Stände erreichen.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S.: Trading-Gewinne: So funktioniert das Signal-Trading (mehr erfahren)

 

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