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An der Börse verfolgen Investoren Eigeninteressen. Es geht häufig um das Wohl des Geldbeutels und weniger um die Zukunft eines Unternehmens. Das ist leider so. Umso schöner war die heutige Nachricht von Bayer, dass die Dividende für die nächsten Jahre auf ein Minimum gestrichen wurde. Bayer hat jetzt nicht das Geld, Geschenke an die Aktionäre zu machen. In der Not muss das Geld zusammengehalten werden und daher ist die heutige Entscheidung richtig.

Bei manchen Wirtschafts-Nachrichten springt der Aktienkurs schnell an, auch wenn die Meldung eigentlich weniger gut ist. Dies kann z.B. ein großer Stellenabbau sein. Fast schon regelmäßig steigt in solch einem Umfeld in erster Reaktion der Aktienkurs, weil dann die Investoren schlussfolgern, dass mehr für sie vom Kuchen übrigbleiben wird, weil die Kosten gesenkt werden. Dabei wäre zu hinterfragen, warum Stellenstreichungen erst spät erfolgen und warum man als Unternehmen überhaupt in solch eine Notlage gekommen ist.

Bayer, Wochenchart, Stand 28,95 Euro

Heute also die Meldung über die deutlich reduzierte Dividende bei Bayer. In der ersten Reaktion sank der Aktienkurs, da Investoren in diesem Fall keine Lust mehr auf die Bayer-Aktie haben. Institutionelle Anleger, die sich auf Dividendentitel konzentrieren, werfen diese Aktie raus und ersetzen sie.

Doch zum Glück ist Börse manchmal tiefgreifender als es häufig den Anschein hat. Nach dem ersten Schreck stabilisiert sich der Aktienkurs und am Nachmittag ist sogar ein Kursplus vorzuweisen. Die Vernunft hat gesiegt und das ist auch gut so. Nicht das Wohl der Aktionäre ist wichtig, sondern das Wohl des Unternehmens. Wenn es gut läuft, dann bekommen die Anteilseigner sowieso ihren Gewinnanteil.

Aber wenn die Kassen leer sind, dann muss das Ruder herumgerissen werden. Besser wäre ein frühes und vorausschauendes Handeln gewesen. Im aktuellen Umfeld ist bei Bayer kein Geld übrig, um Gewinnbeteiligungen an die Anleger auszuzahlen. Viel besser ist es dieses Geld anderweitig zu verwenden, z.B. für Zukunftsfelder, für Forschung & Entwicklung oder auch, um weniger Fremdkapital aufnehmen zu müssen.

Der Aktienkurs hält sich auf dem aktuellen Niveau wacker, wie bereits in der Analyse „Bayer-Aktie: Da ist die Chance“ vorgestellt wurde. Denn anders als die Marktreaktion zur Handelseröffnung vermuten ließ, setzt sich nun eine positive Interpretation dieser Entscheidung durch. Der Markt honoriert den Schritt der Dividendenkürzung.

Solange nun der Aktienkurs von Bayer oberhalb von 27,60 Euro verbleiben kann, bestehen gute Chancen auf eine Aufwärtsbewegung wie im den obigen Chartbild skizziert wird. Eine erste Anstiegswelle hat ein Ziel bei 33,75 Euro (später auch 40 Euro).

Die heute verkündete Entscheidung sollte weiterhin positiv vom Markt aufgenommen werden. Nach einer Stabilisierung im Bereich bei 28 Euro besteht die Möglichkeit auf eine starken Aufwärtsreaktion.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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