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Die Wirecard Aktie macht nicht nur ihre Aktionäre nervös, sondern auch andere Anleger. Diese sind besorgt, dass ihre Wertpapiere genauso stark im Preis nachgeben könnten. Manch ein Marktteilnehmern bekommt Zweifel, wenn er sich die Kursturbulenzen ansieht. Bei all dem Hin und Her rund um einen möglichen Bilanzskandal ist nur eines klar, nämlich das noch alles unklar ist. Nur die neuste Enthüllung, nämlich die Durchsuchung der Büroräume in Singapur, könnte endlich etwas Konkretes hervorbringen.

Anleger suchen handfeste Argumente, die etwa die Anschuldigungen der Financial Times untermalen würden, oder sie hoffen auf entlastendes Material seitens Wirecard. Unklar ist nun, inwieweit die Financial Times tatsächlich die Vorwürfe der Bilanzfälschung beweisen kann. Manch ein Anleger glaubt, die Financial Times spielt mit dem Kurs. Anstatt Roß und Reiter zu nennen, kommt sie scheibchenweise mit Information heraus. Während die Shortseller sich über den heftigen Kursturz freuen, schauen normale Aktienanleger in die Röhre.

Wirecard, Tageschart, Stand 96,86 Euro

Am letzten Freitag kam es erneut zu einem Kurseinbruch und diesmal hielten sich die Käufer zurück, sodass der Aktienkurs die Woche unter 100 Euro geschlossen hat. In der Analyse „Wirecard: Neue Kursziele“ wurde auf die Brisanz im Chartbild hingewiesen und zwei tiefere Kursziele genannt. Das erste Kursziel wurde bereits erreicht.

Anleger hoffen nun auf konkrete Informationen. Das Unternehmen hat zwar mehrmals dementiert aber dennoch scheint das die Investoren bisher nicht zu beruhigen. Und dann ist da dieser Vorfall mit der Durchsuchung der Büroräume in Singapur. Wirecard spricht von Ermittlungen und von einem normalen Vorgang. War es nun eine Durchsuchung in Form einer Razzia oder war es ein Besuch der Behörden? Das ist ein himmelweiter Unterschied. Sollte man an dieser Stelle konkret werden können, würde sich die Argumentation der Financial Times oder die Aussagen von Wirecard belegen lassen und dann hätten auch die Anleger mehr Klarheit.

Der Aktienkurs hingegen befindet sich im freien Fall. Anleger suchen das Weite. Shortseller nutzen die Angst unter den Aktienbesitzern und versuchen den Kurs noch weiter zu drücken. Das wiederum lässt Aktionäre weiter ihre Papiere verkaufen. Noch vor wenigen Tagen hat die Wirecard Aktie 170 Euro gekostet und nun 96 Euro. Ein heftiger Absturz.

In den nächsten Tagen sollte sich der Aktienkurs weiter unter Druck befinden und kurzzeitig auch den Unterstützungsbereich bei 91 Euro unterschreiten. Naheliegend ist dann ein Heranlaufen an den Preisbereich bei 77 Euro. Damit wäre auch das zweite Kursziel aus der oben genannten Analyse erreicht. Auf dem tieferen Niveau kann es dann zu einer Gegenbewegung kommen, die dann die Kurszone bei 110 Euro, und damit die untere Begrenzungslinie eines fallenden Trendkanals, erreichen kann. Ohne neue Informationen sollte der Aktienkurs wieder unter 100 Euro sinken und dort verweilen. Es braucht jetzt unbedingt etwas Konkretes, damit sich der Kurs wieder beruhigen kann. Ansonsten werden sich die Käufer dauerhaft fernhalten und der Aktienkurs auf dem tiefen Niveau verbleiben.

Tipp: Wie funktioniert die Börse und wie profitieren Sie davon (erfahren Sie mehr).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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