Signale

Der DAX versucht Stärke zu beweisen. Trotz widriger Umstände kann der Index die Woche mit einem Kursplus beginnen. Wieder einmal waren es keine fundamentalen Gründe, sondern erneut nur Gerüchte, die die Hoffnung der Anleger anfachten. So sicher wie sich der Aktienmarkt zeigen will, so stabil ist der Anstieg nicht. Immer wieder erscheinen Verkäufer und können den Index bremsen.

Obwohl für diese Woche eine Fortsetzung der Kursverluste (hier) angedacht war, kam es anders. US-Präsident Trump mischte sich (wieder einmal) ein und ließ am Montag verkünden, dass er einen Angriff auf den Iran, der (angeblich) für Dienstag geplant war, abgesagt hat. Eine Erleichterungsrallye begann, die die Aktienmärkte weit nach oben spülte.

Dass hier wieder einmal leere Worte die Runde machten, konnten Anleger am Ölpreis ablesen. Dieser fiel nur kurz nach der Ankündigung, konnte sich jedoch wieder erholen. Am Ölpreis lässt sich klar ablesen, ob der Iran-Krieg wirklich zu Ende gehen könnte. Alles andere sind Spielereien an den Börsen, die wenig Nachhaltiges versprechen.

DAX, Tageschart, Stand 24.383 Punkte

DAX mit Chartanalyse

Jeder neue Hoffnungsschimmer trifft derzeit auf schwache Rüstungswerte und noch schwächere Softwareaktien. Anleger zögern daher nicht lange und greifen bei diesen „günstigen“ Werten schnell zu, folglich geht es dann zügig aufwärts. Der Boom bei KI-, Chip- und Speicherwerten tut sein Übriges.

Nun ist nichts Außergewöhnliches passiert. Das ist das Interessante an dem aktuellen Marktumfeld. Die Börsen warten auf einen Post des US-Präsidenten und münzen diesen sofort in steigende Kurse um. Es ist schon egal, wie wahr die Ankündigungen sind.

Es wundert überhaupt nicht, dass der Ölpreis weiterhin sehr hoch notiert. Mit Preisen um die 110 US-Dollar entlarvt er die Kommunikation des US-Präsidenten als nicht fundiert. Manch ein Anleger nutzt dann die höheren Notierungen, um seine Wertpapiere zu verkaufen.

Der Blick auf das obige Chartbild zeigt, wie es um den deutschen Leitindex steht. Die Erleichterungsrallye hat den DAX bis an die Widerstandslinie bei 24.551 Punkten geführt. Ein Tagesschluss über dieser Marke konnte nicht erzielt werden.

Somit gilt: Der DAX sollte, solange der Ölpreis nicht wirklich nachgibt, spätestens an dieser Widerstandslinie wieder nach unten abdrehen. Die Anleger spielen mit dem Feuer. Es ist offensichtlich, dass sich eine Energiekrise anbahnt. Anleihenrenditen notieren hoch, was die Finanzierung von Staaten erschwert, die Inflation hat ihre Bewegung begonnen, was die Wirtschaft bremsen wird.

DAX traden mit dem Indikatoren-Trading

Trading mit System

Der DAX ist, trotz seiner Bemühungen anzusteigen, angeschlagen. Unterhalb von 24.551 Punkten lautet sein Kursziel weiterhin 23.360 Punkte.

Auch wenn sich die Anleger eine Rallye wünschen, der Konflikt im Nahen Osten besteht weiter, die Meerenge „Straße von Hormus“ ist weiter geschlossen (außer wenigen Ausnahmen) und der Ölpreis bleibt hoch. Das sind die Fakten an der Börse und sie sprechen nicht für steigende Börsenkurse.

An der Börse geht das Spiel weiter, bei dem US-Präsident Trump die Kurse tanzen lässt. Je nachdem welcher Ton angeschlagen wird, fallen oder steigen die Indizes. Letztendlich sind die Risiken höher als die Chancen. Der Anstieg zu Wochenbeginn bleibt wacklig.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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