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An der Börse kommt häufig erst die Spekulation und dann die Einsicht. Dabei geht es keinesfalls rationell zu, denn je nach Ausgang der Investition klopft sich der Anleger entweder selbstbewusst auf die Schulter oder wenn es schiefgeht, dann an die Stirn. Hätte er doch nur anders gehandelt. Die BASF-Aktie hat schon länger den Rückwärtsgang eingelegt und will bisher nicht auf die Beine kommen. Die aktuelle Aufwärtsbewegung ist mit Vorsicht zu genießen.

Rückblickend wünscht sich manch ein Anleger die BASF-Aktie früher verkauft zu haben. Kaum zu glauben, dass diese Aktie im Jahre 2021 noch 70 Euro gekostet hat und im Jahre 2018 sogar 95 Euro. Das Problem mit dem Preis ist vor allem bei Privatanlegern bekannt. Gedanklich ist jedes frühere Hoch ein Ankerpunkt, von der die weitere Bewertung einer Aktie abgeleitet wird. Was zuvor 95 Euro gekostet hat, dass scheint dann für 70 Euro günstig und für 50 Euro billig. Aber an der Börse besteht dieser Zusammenhang zwischen Preis und Wert nicht. Doch diese Einsicht kommt häufig spät.

BASF, Tageschart, Stand 43,95 Euro

Mit jedem neuen Tief vermutet der Anleger, dass nun Kaufkurse vorherrschen und er handeln muss. Dabei gibt es bekanntlich einen Grund, warum eine Aktie abverkauft wird. Die Mehrheit will verkaufen. Doch so weit will der Privatanleger nicht denken, er orientiert sich weiterhin am ehemaligen Hoch (Ankerpunkt). Ein Fehler!

In der letzten Betrachtung dieser Aktie „BASF: 2 Kursziele im Fokus“ wurde auf die Schwäche im Chartbild hingewiesen. Es sollte schon bald wieder abwärtsgehen. Das erste Kursziel wurde erreicht, das zweite bei 41 Euro nur knapp verfehlt (Tief: 41,93 Euro). In der Folge begann eine Aufwärtsbewegung, die nun wieder manchen Schnäppchenjäger elektrisiert. Doch für einen Einstieg ist es zu früh, wie das obige Chartbild zeigt.

Noch ist ein Abwärtstrend aktiv, der erst oberhalb von 44,50 Euro seine Kraft verlieren würde. Auch ein Sprung über diese Marke würde zunächst für eine Seitwärtsphase sprechen und nicht für den Beginn einer Rallye. Eine wichtige Widerstandslinie befindet sich bei 45,10 Euro. Diese müsste ebenfalls überwunden werden, damit sich das Chartbild wirklich aufhellt. So weit ist es aber noch nicht.

Solange die BASF-Aktie unterhalb der fallenden Trendlinie in der Bildmitte notiert, sollte es schon bald wieder abwärtsgehen. Zu sehr wiegt die Schwäche dieser Aktie. Echte Käufer werden sich nicht zeigen und die Schnäppchenjäger nicht die Kraft haben eine Trendwende einzuleiten. Naheliegenderweise sollte schon bald wieder mit nachgebenden Kursen gerechnet werden. Nächster Halt für die Verkäufer sollte das offene Kursziel bei 41 Euro sein.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S: Mit Indikatoren zum Börsenerfolg (mehr erfahren)

 

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