Indikatoren-Trading

Jeder kann lernen, ein Formel 1 Auto zu fahren, jedoch kann nicht jeder einen Grand Prix gewinnen. Was am Beispiel logisch klingt, ist beim Handel an der Börse anders. Dort glaubt der Trader, er müsse nur fleißig genug lernen, dann würde er es zum (Trading-) Champion schaffen. Er glaubt, seine Mühe würde belohnt werden und vergisst, dass es auch Glück braucht.

Oftmals wird ein erfolgreicher Trade in fremden Augen als zufällig erachtet, es wird von einem glücklichen Händchen gesprochen. Der Trader habe den richtigen Riecher gehabt. Anders verhält es sich im Verlustfall. Beim erfolglosen Trade ist weniger von Pech die Rede, sondern dann wird von einem Fehler, von Unwissenheit gesprochen. Die Schuld wird beim Trader gesucht.

Jetzt gibt es Trader, die regelmäßig gute Ergebnisse erzielen können und sich dauerhaft am Markt behaupten können. Jene, die eben nicht zu den 80 % gehören, die ihr Geld an der Börse verzocken. Es ist also möglich, sich dauerhaft über Wasser zu halten. Da niemand dauerhaft Glück haben kann, bedeutet das im Umkehrschluss, dass es eine Komponente beim Trading gibt, die dem Können zugeordnet werden muss.

Zum Anteil des Könnens gehört, ein Chartbild sinnvoll interpretieren zu können. Dazu gehört auch, die Chancen und die Risiken eines Trades abschätzen zu können. Ferner muss der Trader die Geduld haben, auf eine Gelegenheit zum Einstieg zu warten, beim Einstieg muss er schon über den Ausstieg Bescheid zu wissen und vor allen anderen Dingen, das Risiko klein zu halten.

Man kann also an der Börse einen wesentlichen Teil seines Erfolges beeinflussen. Man hat aber keinen Einfluss auf das Ergebnis, denn trotz bester Analyse hängt das Ergebnis eines Trades vom Markt ab. Wenn alle anderen Anleger plötzlich die Aktie verkaufen wollen und man selbst hat auf steigende Kurse gesetzt, dann hat man Pech gehabt.

Ein guter Trader hat auch Zeiten, wo er trotz bester Fähigkeiten schlechte Trades hinlegt. Das muss man als Teil des Tradings verstehen. Der Trader muss hinnehmen, dass er auf das Ergebnis seines Trades keinen Einfluss hatte, wie kann man ihm also eine Verfehlung nachsagen?

Pech ist bekanntlich das Gegenteil von Glück. Wo Glück ist, ist das Pech nicht weit. Das ist an der Börse auch so. Wenn Sie Dinge richtig gemacht haben, all Ihre Regeln eingehalten haben, dann können Sie nicht mehr machen. Das gilt es als Selbstverständlichkeit zu akzeptieren.

Jemand, der viel kann, muss nicht immer Erfolg haben, jemand, der Glück hat, muss kein Könner sein. An der Börse sind diese beiden Faktoren sehr nahe beieinander. Es gehört eine Portion von beidem zum Tradingerfolg. Ohne Glück und nur mit Können wird man schwer ans Ziel kommen. Wer nur Glück hat und nichts kann, der wird auf jeden Fall scheitern.

Der Trader muss erkennen, worauf er selbst Einfluss hat. Das ist der Teil, wo das Können dominiert. Durch die Verbesserung der Fähigkeiten wird sich in der Folge seine Chance erhöhen auch seine Tradingerfolge zu erzielen. Man muss Chance sagen, da eben immer das Quentchen Glück zum vollkommenden Tradingerfolg nötig ist.  

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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