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Der DAX kann das Tempo der letzten Woche nicht halten und gibt nach. Nach all den vielen Meldungen über Wirtschaftswachstum und Stützungen seitens der Zentralbanken, die zu einer Euphorie an den Börsen geführt haben, lässt sich nun die Kehrseite dieser Maßnahmen nicht verbergen. Die Preise steigen an und die Inflationsgefahr nimmt zu. Zentralbanken können dieser Entwicklung nicht zusehen und müssen handeln.

An der Börse ist die Stimmung eine fragile Komponente. Mal ist die Marktmeinung unumstößlich und stark gefestigt, sodass alle, die sich dieser Haltung entgegen stellen, überrannt werden. Was zunächst als gesichert klingt, findet jedoch in einer Übertreibungshase ein jähes Ende. Wenn Anleger felsenfest überzeugt sind, dass Aktien alternativlos und die Hilfe der Zentralbanken grenzenlos seien, dann kann die Stimmung überraschend kippen. So wie aktuell.

DAX, Tageschart, Stand 15.129 Punkte

Die Preise bei Aktien haben schon länger den Boden unter den Füßen verloren. Verrückt dabei ist die Korrelation mit der Coronakrise. Je schlimmer die Pandemie, umso höher notiert der DAX. Dass die Unternehmen überraschenderweise blendend dastehen, das hat auch etwas mit den vielen Hilfen der Staaten zu tun. Aktuell wird gemeldet, dass im Jahre 2020 die Förderbanken des Bundes und der Länder die deutsche Wirtschaft mit 27,3 Milliarden Euro gestützt haben. Dieses Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Wieder sind Milliarden in Umlauf gebracht worden, was im Kern das Problem der aktuellen Politik ist. Probleme werden nicht gelöst , sondern mit Geld übertüncht.

Die EZB wird sich diese Woche (am Donnerstag) wieder zu ihrer Ratssitzung treffen. Dabei wird es um die enormen Mengen an Anleihekäufen gehen. Denn je stärker die monetären Stützungsmaßnahmen der Zentralbanken ausfallen, umso größer die Folgen, wenn das Geld in die Realwirtschaft fließt. Zu viel Geld aus der Luft führt zu Inflation (mehr erfahren).

Short Signal ID 2954

An der Börse treten die Anleger bereits den Rückzug an. Sorgen um das Tapering macht die Runde. Mit Tapering ist die Reduzierung der Anleihekäufe gemeint. Anleger verstehen sofort, dass dann helfende Hände wegfallen werden und man sich von den großen Börsenerwartungen verabschieden müsste. Aber die EZB hat nun mal viel zu viel gestützt, hat viel zu lange die Zinsen niedrig gelassen. Nun muss sie das Ruder herumreißen.

Der DAX fällt bis in den Bereich bei 15.130 Punkten zurück. Noch am Montag begann der Index die Woche bei 15.500 Punkten. Das Tempo des Rückgangs deutet auf eine Zurückhaltung der Käufer hin. Diese sind wie vom Erdboden verschluckt. Wer kann, der sichert seine Gewinne. Der laufende Kursrückgang hat Platz bis zur grünen Trendlinie in der Bildmitte (ca. 14.850 Punkte).

Wir verfolgen die weitere Entwicklung und melden uns mit neuen DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Erfolg an der Börse: So gewinnen Sie an der Börse (mehr erfahren)

 

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