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Der DAX beginnt die Handelswoche hoffnungsvoll. Noch immer wollen die Anleger an Rekorde glauben. Allzeithochs bei den Indizes, Rekordstände bei Bitcoin, Billionen für Konjunkturprogramme. Überall wird den Anlegern höher und weiter signalisiert. Doch nach dem positiven Start fehlt dem Index die Kraft, um noch eine Schippe draufzulegen. Im Stundenchart lässt sich die aktuelle Lage im kurzfristigen Bild ablesen. Eine Abwärtswelle steht in den Startlöchern.

Dieser erste Kaufimpuls am Morgen entwickelte sich rein aus Verzweiflung. Die Vorgaben aus Asien waren schwach. Die zehnjährigen US-Renditen notierten hoch. Die gestrigen Landtagswahlen lassen eine schwierige politische Zukunft für Deutschland erwarten. Dennoch wollen Anleger an das Positive glauben und lassen sich von den erfolgsverwöhnten Nachrichten aus der Börsenlandschaft anziehen. Wie bereits in der Wochenendanalyse „DAX-Ausblick: Die große Geldentwertung“ beschrieben, benötigt der Index dringend eine Korrekturpause.

DAX, Stundenchart, Stand 14.501 Punkte

Der verrückte Kursanstieg in der letzten Woche sieht im Stundenchart aus, wie aus dem Bild gefallen. Wie ein Strich stieg der DAX von 13.850 Punkten bis fast auf 14.600 Punkte. Was war geschehen? Die Zentralbanken hatten ihre Hilfsbereitschaft verkündet und gleichzeitig kam es beim deutschen Index zu einer unerwarteten Ausbruchsbewegung über den Bereich bei 14.132 Punkten, die manche Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischte.

Jetzt muss sich dieser Ausbruch beweisen. Hierfür wird ein Test des Bereichs bei 14.132 Punkten erfolgen müssen. Wie stark sind die Käufer wirklich, ist die Frage, die eine Antwort sucht. Allein die Hoffnung der Marktteilnehmer, dass Aktien wie von selbst weiter steigen werden, bewegt die Kurse nicht. Irgendwer muss weiter Wertpapiere kaufen und dabei muss die Nachfrage höher sein, als das Angebot.

Privatanleger fallen derzeit besonders auf. Sie haben seit dem letzten Jahr die Börse für sich entdeckt und kaufen Aktien. Scheinbar, so die Einschätzung der Neulinge, ist das Gewinneerzielen an der Börse kinderleicht. Diese Haltung wird mit ein paar ersten Trades untermauert, bei denen sich schnell zweistellige Renditen erzielen ließen. Doch an der Börse ist es kompliziert (mehr erfahren).

Short Signal ID 2929

Wie der Blick auf das obige Chartbild zeigt, hat der DAX in der letzten Woche die obere Begrenzungslinie eines steigenden Trendkanals erreicht. Sie hemmt jetzt einen weiteren Anstieg. Mit dem Rückfall unterhalb von 14.526 Punkten ist die grüne gestrichelte Hilfslinie beschädigt worden. Damit sollte dem Index jetzt die Luft ausgehen. Ein weiterer Anstiegsversuch ist unterhalb dieser Marke unwahrscheinlich. Ganz im Gegenteil. Die Abwärtsrisiken sollten zunehmen. Startschuss für eine Abwärtswelle sind Notierungen unterhalb von 14.500 Punkte.

Dieser Kursrückgang wird weiter durch das Daumendrücken der Anleger begleitet werden, die schon bald wieder auf steigende Kurse hoffen. Dieser Anstieg sollten zunächst ausbleiben. Erst langsam, dann immer zügiger sollte sich der DAX an die untere Begrenzungslinie des steigenden Trendkanals nähern. Dort findet dann der angesprochene wichtige Belastungstest statt.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung und melden uns mit neuen DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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