Indikatoren-Trading

Es herrscht Panik unter den Anlegern, die in Kryptowährungen angelegt haben und das ist wenig verwunderlich. Man hatte das extremste Risiko gewählt, nämlich die Wette auf Bits und Bytes, hatte die allerhöchsten Kurszuwächse erzwungen und am Ende die Realisierung des Profits verpasst. Wieder zeigt sich, dass an der Börse nichts unmöglich ist, auch nicht ein sehr tiefer Fall von Kursen. Besonders bei den Kryptowährungen hatte man sich Hoffnungen auf eine rosige Zukunft gemacht, die nun platzen.

Bitcoin notiert jetzt schon unter 4.000 USD. Das ist insofern besorgniserregend, da erst vor einer Woche, der Fall unter 6.000 USD als schmerzhaft empfunden wurde. Es geht in großen Schritten abwärts. Dies ist für all diejenigen besorgniserregend, die den Absturz nicht verstehen können. Noch vor einem Jahr, zu Weihnachten 2017, trieben die Spekulanten den Preis in die Höhe. Der Bitcoin Kurs stieg auf 19.000 USD. Allen Warnungen bezüglich der Risiken zum Trotz wollten viele Anleger mitmachen. In dem Artikel „BITCOIN: 7 Irrtümer, die Sie kennen sollten“ wurden damals wichtige Informationen veröffentlicht.

Bitcoin, Tageschart, Stand 4.205 USD (23.11.2018)

Das Schwerste für die Besitzer von Bitcoins ist zu verstehen, warum Anleger im letzten Jahr für 19.000 USD unbedingt die virtuelle Währung besitzen wollten und nun unter 5.000 USD niemand mehr ein Interesse daran hat. Die nahe liegendste Antwort ist, dass hinter einer Kryptowährung kein Wert steht. Niemand kann beziffern, warum ein Preis gerechtfertigt ist.

Dies lässt sich am Besten an Aktien erklären. Dort weiß der Investor zum Beispiel, wie viele Eigentümer ein Unternehmen hat und kann abschätzen, soviel an Wert steckt in dem Unternehmen. Damit lässt sich der Aktienkurs in das Verhältnis setzen und man erhält einen Anhaltspunkt. Bei Kryptowährungen ist das nicht der Fall. Es gibt ja außer Datensätze nichts. Was ist ein Bitcoin und wie funktioniert es (mehr hier).

Zudem hat die Bitcoin Community mit internen Streitereien zu kämpfen, die auf dem Kurs lasten. Käufer halten sich zurück, bis die Kämpfe beendet sind. Zudem ist das Schürfen von Bitcoins enorm energieintensiv und das ist ein Problem. Um Bitcoin massentauglich nutzen zu können, müsste die Anwendung schneller vonstattengehen. Das Schlagwort ist hier Skalierbarkeit.

Im aktuellen Umfeld kommen alle Preise der elektronischen Währungen unter die Räder. Anleger flüchten aus dem Markt und das ist ihnen nicht zu verdenken. Ob sich die Kurse von den Kryptowährungen erholen werden, ist derzeit nicht abzuschätzen. Ein mögliches Einstiegsniveau bei Bitcoin ergibt sich erst oberhalb von 6.000 USD. Risiken sind immer noch hoch und obwohl die Preise niedrig erscheinen, sollten Anleger vorsicht agieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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