Buchtipp

Wo ist eigentlich das Deutschland geblieben, dass alle Welt für seinen Fleiß, seine Ordnung und seine Rechtsstaatlichkeit beneidet hat? Stattdessen wird immer mehr Politik gegen seine Bürger gemacht, so wie man das von weniger entwickelten Staaten kennt. Die Regierung kungelt mit der Wirtschaft, die Politik steht nicht zu ihrem Wort und was wohl ab wichtigsten ist, man hat nicht das Gefühl, dass die neue Große Koalition einen Plan hat, dieses Land nach vorne zu bringen.

Es ist gar nicht so lange her, dass die Parteien nach der Bundestagswahl 2017 ihre Enttäuschung über das Wahlergebnis äußerten. Alle Parteien, die in den letzten Jahren in der Regierungsverantwortung waren, musten herbe Verluste einstecken. Der Wähler hatte gewählt und die Leistung der Regierenden abgestraft. Vor allem jedoch hatte er sich gegen eine Große Koalition ausgesprochen. Auffällig und hervorzuheben an diesem Wahlabend war jedoch, dass die Politik in den Medien von „Wir haben verstanden“ sprach. Hatte man die Wählermeinung wirklich verstanden?

Am schnellsten reagierte die SPD und verkündete ihre neue geplante Rolle in der Opposition. Das war ein kluger Schritt in einer scheinbar ausweglosen Situation. Doch wäre die SPD nicht die SPD, könnte man ihr für diese klaren Worte Glauben schenken. Das ist nämlich dieselbe SPD, die im Wahlkampf „Für soziale Gerechtigkeit“ sein wollte und das von den Bürgern nicht geglaubt wurde. Warum auch? Die SPD hat am sozialen Abstieg in diesem Land mitgestrickt und will diesen jetzt beheben. Dem Wähler wird übel über soviel Dreistigkeit.

Die Sozialdemokraten zeigen sich als Partei ohne Plan und ohne Rückgrat. Warum sollte irgendjemand diese Partei in der Zukunft noch wählen wollen? Der Mangel an Haltung zeigte sich dann schon bald, als man nach einer Belehrung des Bundespräsidenten von den eigenen Worten wieder abrückte. Plötzlich hieß es, man könne sich doch eine Koalition mit CDU und CSU vorstellen, die man am Wahlabend so vehement ausgeschlossen hatte. Damit hatte man einen neuen Sargnagel am eigenen Abstieg gehämmert. Und damit man als SPD-Führung nicht alleine das Elend verantworten wollte, holte man die SPD-Parteimitgleider ins Boot, die ebenfalls darüber abstimmen sollten.

Das Elend nahm seinen Lauf und erreichte ihren Höhepunkt am Sonntag Vormittag, den 04. März 2018. Die Auszählung war vorüber und die Mitglieder stimmten mehrheitlich mit „JA“. Deutschland hatte wieder eine Große Koalition. Was ein Schlag ins Gesicht all der vielen Wähler war, die genau diese abgewählt hatten. Ein Armutszeugnis.

Hier kommen jetzt zwei Parteien zusammen, die gar nicht zusammen regieren wollen. Man spricht daher häufig auch von einem „Akt der Vernunft“. Das ist jedoch mehr als dämlich, denn Menschen wählen Parteien, weil sie sich eine Vertretung der eigenen Interessen wünschen. Ein Wunsch der Bürger war es, die GroKo abzuwählen. Aber wie das beim politischen Berlin schon seit vielen Jahren der Fall ist, die Politik weiß es wieder einmal besser, was „vernünftig“ für seine Bürger ist und ignoriert erneut das Wählervotum. So etwas kannte man bisher nur aus sogenannten Bananenrepubliken und nun auch in Deutschland.

Die Ausgangssituation für die Große Koalition ist denkbar schlecht. Bisher konnte man einen großen Teil der eigenen Unfähigkeit (Wohnungsnot, Mindestlohn, desolate Infrastruktur, soziale Ungerechtigkeit, katastrophale Bildungspolitik und vieles mehr) hinter einer Phase wirtschaftlichen Wachstums verbergen. Schon bald ist von einer wirtschaftlichen Abkühlung auszugehen und dann beginnen die Revierkämpfe und Schuldzuweisungen im politischen Berlin. Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die aktuelle Regierung aus CDU, CSU und SPD keine vier Jahre im Amt bleiben wird.

Einen Ausblick auf die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands, und damit den Herausfordungen der aktuellen Regierung, lesen Sie in dem Buch „Verstehen Sie Geld?“ aus dem tredition Verlag. ISBN: 978-3-7439-1275-5 (Paperback) – ISBN: 978-3-7345-9785-5 (e-Book). Lassen Sie sich nicht von der Zukunft überraschen (hier lesen).

Zeit zu Verstehen

 

Man hatte im politischen Deutschland die Gelegenheit die Wählermeinung zu akzeptieren, bedeutet Neuwahlen, und man hätte überzeugen können, durch eine Politik, die für etwas steht. All das ist ausgeblieben und man fragt sich, nicht unter den Bürgern, sondern auch weltweit, was ist aus Deutschland geworden?

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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