Signale

Die Zwischenwahlen in den USA sind vorüber und es gab keine Überraschung. Man hatte erwartet, dass sich die Republikaner stark präsentieren und auch, dass sie die Mehrheit im Senat übernehmen würden. Dass die US-Wähler mit der Arbeit des Präsidenten Obama nicht zufrieden sind, ist auch kein Geheimnis. Dennoch liest man in jeder zweiten Meldung, dass es nun schwerer für Obama werde zu regieren. Was hat er bisher geleistet, als er noch frei walten konnte?

Wenn die Nachrichten von einem Präsidenten berichten, der jetzt in seiner Politik stark beeinträchtigt ist, dann muss hinterfragt werden, warum er keine erfolgreiche Politik betrieben hat, als er noch die Gelegenheit hatte. Während sich die Aktienkurse auf Rekordniveau befinden, haben die normalen Menschen nicht viel vom angeblichen Wirtschaftswachstum.

Wenn Arbeitslose statistisch weniger werden, weil sich diese nicht arbeitslos melden, dann ist das kein Erfolg für die Regierung. Auch nicht, wenn die Arbeitsverhältnisse gering (er) entlohnt werden und keine Sicherheiten mehr vorweisen können. Für die Arbeitnehmer ist das eine schlechte Entwicklung. Die Regierung und das Statistikbüro freuen sich jedoch über jeden Arbeitslosen, der aus der Statistik fällt. Die arbeitende Bevölkerung hat mit dieser Wahl dem Präsidenten einen Denkzettel verpasst.

Präsident Obama, der Sunnyboy, der immer ein strahlendes Gesicht zu präsentieren weiß, befindet sich auf einem absteigenden Ast. Sein Slogan „yes, we can“ klingt in diesem Zusammenhang wie eine Geschichte aus ferner Vergangenheit. Er war angetreten, um vieles zu verändern, passiert ist nicht viel.

Ach ja, da ist der Aktienmarkt, der die Wohlhabenden reicher gemacht hat. Da ist die Finanzindustrie, die heute die gleichen gefährlichen Dinge praktiziert, wie schon vor dem Ausbruch der Finanzkrise. Da sind die Banken, die bis heute nicht zur Verantwortung gewogen wurden. Sie erinnern sich vielleicht an die vielen Meldungen, bei denen die US-Banken durch Zahlung einer Milliardensumme Strafprozesse abgewendet haben. Auch US-Bürger, die sich über diesen Zustand ärgern, haben sich bei der Wahl gegen die Demokraten entschieden.

Es ist kein Feuer mehr in den Augen des angeblich mächtigsten Mannes der Welt. Mit seiner Macht hat er sich in letzter Zeit arg zurückgehalten. Eine führende Rolle spielt die USA nur noch militärisch. Das ist zu wenig für ein Land, das so viele Dinge lenken will. Diese Lücke zwischen Anspruch und Realität scheinen die Wähler erkannt zu haben und wählten jetzt einen „Change“. Sie gaben ihre Stimme den Republikanern und nicht mehr Obama.

Die Meldungen aus den Nachrichten sollten ehrlicher mit dem Präsidenten und seiner Arbeit umgehen. Der Präsident hat zu wenig von dem angepackt, was er ursprünglich versprochen hatte. Deshalb ist die Niederlage für die Demokraten folgerichtig.

 

Mi freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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