Der Abverkauf bei der SAP-Aktie hat manch einen Anleger verunsichert, galt doch dieser Wert lange Zeit als Fels am deutschen Aktienmarkt. Dann hat es zuerst das Zugpferd erwischt, jetzt fällt auch der DAX. Der Markt preist die Auswirkungen des hohen Ölpreises für die Wirtschaft sowie die zukünftigen Inflationserwartungen ein. Der erneute Kursrückgang bei der SAP-Aktie hatte sich angekündigt. Nun gilt es, das nächste Kursziel im Auge zu behalten.
Der Abverkauf bei der SAP-Aktie ist ja nicht neu, wie der Blick auf das Chartbild zeigt. Er begann schon Anfang 2025. Die Sorgen der Aktionäre rühren daher, dass der Aktienkurs nicht mehr auf die Beine kommt.
Besonders die Aufgabe der Unterstützungslinie bei 210 Euro hat manche Anleger verschreckt. Zeitgleich war an dieser Stelle auch der Aufwärtstrend gebrochen (grüne Trendlinie) worden. Ein Signal an die Anleger (mehr erfahren).
An dieser Stelle hätten die Anleger reagieren müssen, doch viele sind mit dem Abverkauf an der Börse überfordert. So auch am Gesamtmarkt, wie in dem Artikel „DAX-Ausblick: Der Abverkauf geht weiter“ beschrieben wurde.
SAP, Wochenchart, Stand 153,82 Euro
Weiterhin gilt, dass das Interesse an der SAP-Aktie zu gering ist. Ohne ausreichend Nachfrage kann der Aktienkurs vorübergehend nur das aktuelle Niveau verteidigen, und wenn der Markt erkennt, dass keine Kaufbereitschaft aufkommt, folgt die nächste Verkaufswelle. Der aktuelle Abverkauf hatte sich angedeutet, wie in dem Artikel „SAP-Aktie: Steht ein Kursrutsch bevor?“ beschrieben wurde.
Sogar Aktien von Unternehmen, die ein gutes Produkt haben und auch anderweitig gut aufgestellt sind, können im Preis sinken. An der Börse geht es allein um die Preisbildung. Wollen mehr Anleger SAP-Aktien kaufen als diejenigen, die verkaufen wollen, steigt der Preis – und umgekehrt. So funktioniert die Börse (mehr erfahren). Im Moment sind die Verkäufer klar im Vorteil.
Der laufende Abverkauf wird durch die Eskalation im Iran-Krieg begleitet. Die Folgen sind eine hohe Inflation, wodurch die Zentralbanken gezwungen sein werden, ihre Leitzinsen anzuheben. Dadurch wird Geld teurer, und Unternehmen werden künftig zurückhaltend bei Investitionen sein. Folglich könnten die Geschäfte von SAP leiden.
Manch ein Anleger erkennt die Zeichen der Zeit und verkauft schon länger. Der aktuelle Kursrutsch ist nur eine Verkaufswelle von mehreren. An der Börse ist wieder Mitdenken gefragt. Aktien kaufen und sich nicht mehr darum kümmern müssen – das funktioniert nicht mehr.
Die aktuelle Chartsituation sieht wie folgt aus: Nur ein Anstieg über 180 Euro würde die Lage verbessern. Solange die SAP-Aktie unter 170 Euro notiert, geht es direkt weiter abwärts. Das Kursziel lautet 130 Euro.
Am Aktienmarkt fallen die Indizes in großen Schritten. Da bleibt es nicht aus, dass auch gute Aktien unter die Räder kommen und abverkauft werden. Wichtig ist, dass der Anleger es selbst in der Hand hat, wann er investiert ist und wann nicht.
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Mit freundlichen Grüßen
Ihr
start-trading Team
P.S.: Wohin tendiert der DAX? Mit dem Indikatoren-Trading (mehr erfahren) den Index im Blick behalten.



