Der Goldpreis übersteigt die 5.000-US-Dollar-Marke. Die Medien werden nicht müde, vor dem Anstieg zu warnen. Zu hitzig, zu hoch sei die Rallye, ist der Ton. Je drängender die Berichterstattung, umso höher steigt das gelbe Edelmetall. Entgegen der medialen Berichterstattung handelt es sich bei der aktuellen Goldpreisrallye um einen fundamentalen, keineswegs spekulativen Anstieg. Die Gründe sind vielfältig und werden für eine Fortsetzung der Rallye sorgen.
Die aktuellen geopolitischen Unsicherheiten und das imperialistische Auftreten der USA sind erst kürzlich ersichtliche Gründe. Doch viel wichtiger ist das Schuldenproblem der Weltgemeinschaft. Die Schulden türmen sich und entwerten das Papiergeld.
Es ist daher gar nicht ungewöhnlich, dass Zentralbanken ihre Reserven mit Gold aufstocken bzw. Dollar gegen Gold tauschen und so für den stabilen Preisanstieg sorgen. Das ist fundamental entscheidend.
In diesem Blog weisen wir schon lange auf die Schuldenproblematik in der Welt hin. Schulden gab es gefühlt schon immer, doch mit zunehmender Zeit wird die Zinsbelastung untragbar, und da kippt der Schuldenturm. In dem Artikel „Goldpreis: Schulden geraten außer Kontrolle„, der bereits im Jahre 2023 veröffentlicht wurde, gab es den Startschuss für die lange Anstiegsphase bei Gold. Es hieß:
Ab jetzt sollte der Goldpreis nicht mehr unter die grüne Trendlinie in der Bildmitte zurückfallen. Solange diese Bedingung erfüllt ist, sollte es nun zu starken Kursgewinnen kommen. Das nächste Kursziel liegt bei 2.067 US-Dollar. Weit höhere Preise werden möglich sein. Wir begleiten den Preisanstieg mit regelmäßigen Analysen.
Sie können weitere Artikel über Gold hier im Blog nachlesen.
Goldpreis, Monatschart, Stand 5.089 $
Diese Rallye ist schön anzusehen. Irgendwann wird es auch einen Dämpfer geben. Das wäre normal und kein Grund zur Sorge. An der Börse wird solch eine Rallyepause als Korrektur betitelt. Nachdem der Preis etwas nachgegeben hat, kann die Rallye mit neuer Kraft wieder aufgenommen werden.
Eine Abkühlung wird kommen, doch das „Wann“ ist nicht aus dem Chart abzuleiten. Es gibt kaum Orientierungsmarken, keine Hochs und Tiefs, keine Unterstützungslinien und keine Widerstände. Ein Kursrückgang könnte problemlos bis 4.380 US-Dollar gehen, ohne dass sich an den positiven Aussichten etwas verändert. Bisher gibt es noch keine Anzeichen für eine Abkühlung.
Entscheidend wird sein, dass die Goldrallye fundamental begründet verläuft, sodass Korrekturen nur kleine Wegstrecken zurücklegen sollten, während Anstiegsphasen deutlich länger verlaufen.
Zentralbanken rücken mit viel Geld an, um ihre Reserven zu diversifizieren. Wer nicht genug Gold hat, kauft es wegen des Edelmetalls als Sicherheit. Wer wegen der schlechten US-Politik seine US-Staatsanleihen verkauft, erwirbt mit dem freiwerdenden Geld auch Gold. Für Nachfrage ist gesorgt.
Lange Zeit wurde Gold als nachteilig gegenüber anderen Anlageformen dargestellt (wieder einmal von den Medien). Man würde keine Dividende erhalten (wie bei Aktien) und auch keine Zinsen (wie bei Festgeldanlagen). Das ist in der Sache zwar richtig, doch letztendlich kommt es auf den Preiszuwachs an. Der Goldpreis hat im Jahr 2024 um 64 % zugelegt und allein in diesem Jahr um 17 %. Bei solch einer Performance braucht es weder Dividende noch Zinsen.
Wegen der enormen Schuldenlast drängen die Regierungen die Zentralbanken zu niedrigen Zinsen. Zum einen, um das Zinsniveau für neue Kredite zu senken, und zum anderen, um die Wirtschaft anzukurbeln. US-Präsident Trump versucht alles, die US-Notenbank Fed unter seine Kontrolle zu bekommen. Es zeigt sich bereits heute, in welche Richtung die US-Geldpolitik in der Zukunft gehen wird. Die Unabhängigkeit der US-Zentralbank ist in Gefahr. Besser man hat Gold oder Silber.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
start-trading Team
P.S.: Wie funktioniert Geld? (mehr erfahren)




