Signale

Die Grönland-Diskussion erreicht jetzt auch die Börsen. US-Präsident Trump macht ernst und kündigt einen allgemeinen Zoll gegen eine Vielzahl von europäischen Ländern an, die sich nicht für eine US-Übernahme der großen Insel begeistern können. Bisher haben sich die Aktienmärkte über das imperiale Gehabe des US-Präsidenten unbeeindruckt gezeigt, aber nun geht es an die Gewinne der Unternehmen, und da kennt der Investor keinen Spaß mehr. Aktien werden verkauft.

Die Überraschung ist US-Präsident Trump gelungen. Haben viele Marktbeobachter an diesem Wochenende mit einem möglichen US-Angriff im Iran gerechnet, kommt es jetzt anders, denn den US-Schlag bekommt Europa in Form von Strafzöllen ab.

US-Präsident Donald Trump kündigt Zölle gegen Dänemark, Deutschland, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland an, da diese sich in der Grönlandfrage nicht angemessen verhalten würden (aus US-Sicht). Es beginnt am 1. Februar mit 10 %. Sollte nicht zügig ein Abkommen für einen US-Kauf erzielt werden, soll der Strafzoll ab dem 1. Juni auf 25 % steigen.

DAX, Tageschart, Stand 25.297 Punkte

DAX Chart mit Prognose

Vor der Zoll-Ankündigung stiegen die Börsen im Autopilot-Modus. Über Wochen stiegen die Kurse ohne besondere Gründe. Besonders seit Jahresbeginn gab es noch einmal einen deutlichen Schub. Je höher die Börsenkurse stiegen, umso größer war das Risiko, doch davon wollten die Anleger nichts wissen. Nun also kommt das plötzliche Erwachen.

War vor der US-Zollankündigung mit einer leichten Korrektur an den Börsen zu rechnen, bekommt diese jetzt eine besondere Schärfe. Ein ganzer Kontinent bekommt hier einen schweren Schlag ab, der die Kraft hat, Europa in die Rezession zu führen.

Zu Wochenbeginn wird der DAX deutlich nachgeben. Versuche, den Index nach der Eröffnung zu kaufen, sollten ins Leere laufen, und eine weitere Verkaufswelle wird die Aktienmärkte erfassen. Wir melden uns mit entsprechenden Trading-Signalen (mehr erfahren).

Solange die Marke bei 24.930 Punkten verteidigt werden kann, wäre der Schaden für den Aktienmarkt nicht so groß. Zu sehr sind die Anleger noch in guter Stimmung. Sie werden versuchen, den Dip zu kaufen. Zudem gibt es ja noch immer den TACO-Effekt (Trump always chickens out), so wie in der Vergangenheit gesehen, dass der US-Präsident zuerst laut poltert und dann zurückrudert. Zumindest könnten die Marktteilnehmer das als Gewitter ansehen, das bald vorbeizieht.

Anders hingegen, wenn der DAX unter diese Marke sinkt, denn dann wird der Index zurück zu dem angesprochenen Seitwärtskanal bei 24.550 Punkten zurückfallen. An dieser Stelle muss der Kurseinbruch nicht enden. Geht der Kursrückgang weiter und unterschreitet der Index die Marke bei 24.550 Punkten, werden sich die Marktteilnehmer mit einem Ende der lang andauernden Börsenrallye auseinandersetzen müssen.

Viel zu lange haben die Europäer Grönland nicht klar genug gegen die USA verteidigt. Ein rechtzeitiger Tritt gegen das US-Schienbein wäre klug gewesen. So aber werden Schritt für Schritt Fakten geschaffen, und schon bald könnte es zu spät für eine Reaktion sein. Trump sagt schon seit Monaten, er wolle Grönland, und er bekomme es auch.

DAX Trading Signal Put

Short Signal ID 4106

Europa macht schon seit langer Zeit den Fehler, nicht für seine Werte (und Grenzen) einzustehen. Ob Russland, China oder USA – immer wenn es gegen die großen Nationen geht, macht Europa einen Rückzieher und begründet das damit, dass man den Zorn des Gegners nicht heraufbeschwören will. Doch je länger Europa nichts tut, umso dreister die Anmaßungen der Gegner. Die EU kann sich weiter kleinlaut hinter Protesten verstecken oder endlich etwas unternehmen. Wenn sie Grönland nicht verteidigen wird, wird niemand mehr die EU ernst nehmen. In der Frage um Grönland, geht es auch um die Zukunft Europas (mehr erfahren).

Unsere Leser blicken gerne hinter den Vorhang, um die wahren Absichten eines Vorganges zu verstehen. So auch in diesem Fall, denn die USA verfolgen selbstverständlich immer eigene wirtschaftliche Interessen. Bei Grönland geht es um Bodenschätze (Irak (Erdöl), Afghanistan (Opium), Venezuela (Erdöl)). Sie wollen die Ersten sein, bevor Russland oder China einen strategischen Schritt machen. Ginge es tatsächlich um den militärischen Schutz Grönlands, so wie fadenscheinig behauptet, wäre das innerhalb des NATO-Bündnisses möglich. Es geht aber um Bodenschätze.

Der Wochenbeginn an den Börsen wird mit einem scharfen Kursrückgang einhergehen. Es wird dann darauf ankommen, wie sehr sich die Marktteilnehmer von einem Konflikt um Grönland abschrecken lassen werden. Denn in der Vergangenheit wurden Ausbrüche von Konflikten immer gekauft – mal sehen, ob es diesmal anders sein wird.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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