Signale

Am Aktienmarkt stürzen die Kurse ab. Manche sprechen gar von einem Börsencrash. Der DAX verliert in dieser Woche 6,7 % und erreicht damit fast punktgenau unser Kursziel bei 23.350 Punkten. Der Iran-Krieg dominiert weiterhin das Geschehen. Klar ist, dass nichts klar ist, und das macht viele Anleger nervös. Dabei wird Folgendes jedoch vergessen: Die Börsen wären auch abgestürzt, ohne dass es einen Krieg mit dem Iran gegeben hätte. Anleger fliehen jetzt noch schneller, als sie es ansonsten getan hätten.

Anleger sind mit einem neuen Aktienmarktumfeld konfrontiert. Plötzlich müssen sie sich Gedanken um ihre Anlage machen. Müssen abschätzen, ob ihre Wertpapiere im Preis noch steigen können oder ob die Gefahr von Kursverlusten höher zu bewerten ist. Die Zeiten ständig steigender Börsenkurse sind definitiv vorbei.

Vereinzelt gibt es bereits Fonds-Anbieter, die die Auszahlung von Kundengeldern aussetzen oder beschränken. Solche Meldungen sind ein Hinweis dafür, dass viel mehr Anleger ihr Geld abziehen, als der Fonds zeitnah bereitstellen kann. Das ist ein Warnzeichen. Hier zeigt sich wieder gut, dass der Finanzmarkt nur mit viel Liquidität funktioniert, sonst wird es schnell kompliziert. Geld ist das Schmiermittel (erfahren Sie mehr).

DAX, Tageschart, Stand 23.591 Punkte

DAX im Trendkanal mit Ausblick

Der DAX sollte in der abgelaufenen Handelswoche das Kursziel bei 23.350 Punkten erreichen, wie in dem Artikel „DAX: Die Fallhöhe unbedingt beachten“ prognostiziert wurde. Es wurden ganz genau 23.342 Punkte. Wie in dem obigen Chartbild zu erkennen ist, befindet sich an dieser Stelle die untere Begrenzung des dominierenden Seitwärtskanals. Beim ersten Kontakt am Freitag kam es zu einem Abprall, und der Index konnte den Handelstag bei 23.591 Punkten beenden.

Die Kursentwicklung am Aktienmarkt wird weiterhin vom Krieg im Iran und seinen Auswirkungen bestimmt. Wie lange wird der Krieg dauern, wie lange ist die Meerenge „Straße von Hormus“ blockiert, und wie hoch wird der Preis für Öl und Gas noch steigen? Alles sehr schwierige Fragen, auf die die Marktteilnehmer eine Antwort finden müssen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass eine Abkühlung am Aktienmarkt auch ohne den Ausbruch des Iran-Kriegs zu erwarten war. Die Konzentration auf das alleinige Thema „Künstliche Intelligenz“ war die finale Hype-Phase in einem ansonsten einseitigen Aktienmarkt. Wie schon häufig in diesem Blog beschrieben wurde, steht die Welt vor einer Schuldenkrise, und die USA zusätzlich vor einer Rezession. Das war bereits der Zustand vor dem Kriegsausbruch. Jetzt haben die Marktteilnehmer einen Grund zum Wertpapierverkauf.

Dass die Konjunktur in den USA schwach ist, wurde am Freitag einmal mehr bestätigt, als Arbeitsmarktdaten gemeldet wurden. Es gingen 92.000 Stellen verloren. Dabei hatten Fachleute einen Zuwachs um 58.000 Stellen erwartet. Es läuft richtig schlecht auf dem Arbeitsmarkt. Als sei eine schlechte Nachricht nicht genug, wurden auch noch die Zahlen der vorangegangenen Monate, die man zunächst börsenfreundlich weit oben gemeldet hatte, nach unten korrigiert. Es lief also schon zum Ende des Jahres 2025 schlecht auf dem US-Arbeitsmarkt. Die USA steuern klar auf eine Rezession zu, und das wird auch am Aktienmarkt seine Auswirkungen haben.

Der DAX taumelt weiter abwärts. Jegliche Erholung wird sofort wieder verkauft. Wer zu lange mit dem Wertpapierverkauf zögert, dem schwinden die Kursgewinne oder die Verluste werden größer. In der neuen Woche kommt es im Wesentlichen darauf an, ob sich der Index innerhalb des Seitwärtskanals (siehe Chartbild) halten kann oder nicht. Die Entscheidung fällt an der Schlüsselmarke bei 23.330 Punkten.

DAX-Trading-Signal

Short Signal ID 4140

Solange der Index über dieser Marke verbleiben kann, kann eine Fortsetzung der Aufwärtskorrektur erfolgen, die schon am Freitag begonnen hat. In dieser Phase steigen die Kurse, obwohl die Kriegshandlungen weitergehen. Das Ende der Korrektur ist bereits absehbar. Der DAX sollte 23.735 Punkte oder maximal 23.856 Punkte erreichen und dann wieder nach Süden abdrehen und erneut auf die Schlüsselstelle bei 23.330 Punkten fallen. Auch wenn die negativen Vorgaben dominieren, die positive Alternative ist folgende: ohne einen Bruch der unteren Begrenzungslinie hat der DAX Anstiegspotenzial bis 24.560 Punkte (obere Begrenzungslinie).

Weiten die USA, mit Israel zusammen, ihre Kampfhandlungen am Wochenende aus, besteht die Möglichkeit, dass der Index mit einer Kurslücke die neue Handelswoche direkt unterhalb der Schlüsselmarke bei 23.330 Punkten beginnt. Das gilt ebenso für das Szenario, dass der Index im Wochenverlauf diese Marke unterschreitet. In dem Fall wäre der Seitwärtstrendkanal verlassen worden, und der DAX hätte sein nächstes Kursziel bei 22.240 Punkten aktiviert.

Welche Route der Index auch wählt, wir begleiten den Kursverlauf laufend mit DAX-Trading-Signalen (hier ansehen).

An der Börse liegen die Nerven blank. Das ist verständlich, da sehr viele Marktteilnehmer mit sinkenden Kursen wenig anfangen können. Aktien kaufen und abwarten oder in ETF investieren und nicht mehr hinsehen reicht eben nicht aus. An der Börse will gehandelt werden.

Jede Form einer Meldung, die auf einen Stillstand oder gar Frieden hindeutet, reicht aus, um den DAX mehrere Hundert Punkte ansteigen zu lassen. Umso mehr sollten Anleger die Entwicklung an der Börse und im Umfeld (z. B. Gold und Ölpreis) sehr genau verfolgen.

Übergeordnet hat ein Umdenken an den Börsen begonnen. Die Risiken einer konjunkturellen Abkühlung und das Wiederaufkommen von Inflation infolge des Öl- und Gaspreisanstiegs veranlassen die Anleger zur Flucht aus dem Aktienmarkt.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung und veröffentlichen neue Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S.: Verfolgen Sie den DAX-Trend. Mit dem Indikatoren-Trading (mehr erfahren).