Der DAX beginnt das neue Jahr 2026 fulminant. Es geht in der Spitze hinauf bis 24.676 Punkte. Dieser Spurt am ersten Handelstag des neuen Jahres war vermutlich das Resultat von Gesprächen unter den Familienmitgliedern zu Weihnachten, wo sich ein Großteil über ein 23-prozentiges Kursplus des DAX im Vorjahr erfreute und so den Appetit neuer Aktienkäufer weckte. Doch nachhaltig war der Kursanstieg nicht, denn das Tageshoch wurde wieder verkauft.
„Neues Jahr – neues Glück“ heißt es umgangssprachlich, und das gilt selbstverständlich auch für den Aktienmarkt. Geht es nach den Marktteilnehmern, sollen Aktien auch im Jahr 2026 wieder zulegen. Neue Themen brauchen die Anleger erst einmal nicht, denn die altbekannten (u. a. KI) reichen aus. Allen voran besteht weiterhin die Hoffnung auf sinkende Zinsen in den USA.
Inwieweit ein niedriges Zinsumfeld die Laune der Anleger heben kann, muss sich noch zeigen, denn allein tiefe Zinsen reichen noch nicht aus, um eine Investition zu tätigen, wenn die Aussicht auf den Absatz fehlt. Unternehmen halten sich dann zurück. Gleiches gilt für die Verbraucher, die nicht mehr konsumieren werden, wenn der eigene Arbeitsplatz in Gefahr ist. Weiterhin besteht eine Rezessionsgefahr für die USA, auch wenn die Aktienmärkte davon nichts wissen wollen.
DAX, Tageschart, Stand 24.539 Punkte
Das obige Chartbild zeigt gut, wie das Seitwärtsgeschiebe beim DAX weiter andauert. Seit mehr als einem halben Jahr geht es seitwärts. Dabei sind die Kursbewegungen dennoch beachtenswert, da Tausend Punkte oder mehr in eine Richtung zurückgelegt werden.
Die Jahresendrallye 2025 hat den DAX nach einem Fehlausbruch auf der Unterseite jetzt an die obere Begrenzungslinie geführt. Ein Ausbruchsversuch auf der Oberseite wurde im Erstversuch zurückgeschlagen.
In der neuen Handelswoche wird es gleich um die obere Begrenzungslinie des angesprochenen Trendkanals gehen. Diese verläuft bei 24.508 Punkten. Solange der DAX über dieser Marke notiert, kann das Tageshoch vom Freitag (24.676 Punkte) noch einmal getestet werden. Dabei wird der militärische Schlag der USA in Venezuela wenig Einfluss auf die Börsenkurse haben.
Übergeordnet gilt, dass der Aktienmarkt vor einer Abkühlung steht. Ein Rückfall unter 24.508 Punkte ist dann ein erstes Zeichen für eine Phase von Gewinnmitnahmen. Dabei geht es um die Korrektur der 1.500-Punkte-Aufwärtsbewegung, die seit dem Fehlausbruch stattgefunden hat. Das Kursziel ist der Bereich bei 24.000 Punkten.
Das letzte Jahr endete an der Börse optimistisch, und so begann auch der erste Handelstag, der ohne großes Volumen vonstattenging. In der neuen Handelswoche wird sich dann eine erste Richtung durchsetzen können. Anhand der vorliegenden Chart-Informationen ist zunächst mit einer Abkühlung am Aktienmarkt zu rechnen.
Wir verfolgen die weitere Entwicklung und veröffentlichen neue Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
start-trading Team
P.S.: Erhalten Sie mit DAX-Trading-Signale (mehr erfahren)




