Signale

Der Goldpreis hält sich die letzten Wochen stabil. Eine wichtige Aufwärtstrendlinie konnte verteidigt werden, was sofort die Käufer auf den Plan rief. Obwohl Gold noch immer der sichere Hafen ist, kommt das Edelmetall derzeit in den Medien schlecht weg. Diese schauen nur auf den kurzfristigen Preisverlauf und erkennen das große Bild nicht. Die aktuellen Kursbewegungen könnten der Anfang einer neuen Kaufwelle sein.

Der Goldpreis steigt seit dem Jahr 2025 kontinuierlich, wie im untenstehenden Chart zu sehen ist. Und weil dieser in den letzten Wochen deutlich korrigiert hat, sind die Medien nun vorsichtig gestimmt. Sie bemängeln, dass das gelbe Edelmetall nicht mehr seiner Funktion als sicherer Hafen nachkommt.

In einer Notsituation – das ist bei einem Krieg oder Kriegsausbruch im Nahen Osten der Fall – sind Menschen, Unternehmen und Regierungen gezwungen, Gold einzutauschen. Zentralbanken versuchen, Währungen zu stabilisieren, Unternehmen und Verbraucher müssen Rechnungen bezahlen und einkaufen. Gold ist Sicherheit (mehr erfahren) und eine Reservewährung. Es ist daher allzu verständlich, dass wenn viele Goldbesitzer gleichzeitig verkaufen, der Preis unter Druck kommt.

Gold, Wochenchart, Stand 4.712 US-Dollar

Goldpreis mit Chart und Prognose

Ein Kursrückgang nach den starken Kursgewinnen ist daher als normal zu werten. Da der Goldpreis zuvor heiß gelaufen war, fällt der Kursrückgang deutlich aus und verschreckt manch einen Investor. Eine weitere wichtige Information aus dem Chartbild ist die Verteidigung der blauen Aufwärtstrendlinie. Der Trend ist intakt.

Die laufende Aufwärtsbewegung hat unser Kursziel bei 4.980 US-Dollar noch nicht erreicht, wie in dem Artikel „Gold: Ein Hauch von Panik“ vorgestellt wurde. Die Richtung stimmt jedoch, und es ist davon auszugehen, dass auch das letzte Stück noch zurückgelegt werden kann.

Das aktuelle Marktumfeld ist stark bestimmt durch den Iran-Krieg, bei dem sich viele Parameter fast stündlich ändern, sodass mit hoher Volatilität an den Finanzmärkten zu rechnen ist. Mal postet US-Präsident Trump etwas, mal gibt es eine Frist, dann wird sie verlängert, und mal wird auch eine Einigung verkündet, bei der die Anleger nicht sicher sind, was da wirklich vereinbart wurde.

In solch einer Situation ist Gold ein stabiler Anker. Sofern kurzfristige Verkäufe für den Liquiditätsbedarf nicht den Preis unter Druck setzen, sollte mit erhöhter Nachfrage zu rechnen sein. Die USA haben viel Porzellan zerschlagen und es sich mit Freunden und Verbündeten verdorben. Es ist davon auszugehen, dass sich Länder künftig vom US-Dollar abwenden und zu Gold wechseln werden.

Buchtipp!

Sofern die blaue Aufwärtstrendlinie – derzeit bei ca. 4.080 US-Dollar – verteidigt werden kann, ist trotz des Kursrückgangs im Chartbild die Welt bei Gold in Ordnung. Nur ein Bruch des Aufwärtstrends würde das Bild eintrüben.

Solange die obige Bedingung erfüllt ist, sollte sich der Goldpreis auf dem aktuellen Niveau stabilisieren. In der Folge wird der Verkaufsdruck nachlassen, und die Investoren erhalten wieder ihre Chance für eine Kaufwelle. Ein neuerlicher Anstieg sollte den Kurs bis 5.300 US-Dollar führen.

Der deutliche Kursrückgang des Goldpreises wird als vorübergehend eingestuft, solange der blaue Aufwärtstrend verteidigt wird. Trotz der vielen Nachrichten zu Gold befindet sich der Preis weiterhin in der Nähe seines Allzeithochs von 5.598 US-Dollar. Es sollte nicht verwundern, wenn der Kurs wieder zum Allzeithoch tendiert, sobald die Kriegshandlungen im Nahen Osten nachlassen.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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