An der Börse ist die Unsicherheit weiterhin zu spüren. Der DAX wechselt im Wochenverlauf zwischen heftigen Kursrückschlägen und wilden Käufen ab. An diesem Muster hat sich auch in dieser abgelaufenen Handelswoche nichts geändert. In der Regel ist eine erhöhte Volatilität ein Hinweis darauf, dass bald eine größere Bewegung bevorsteht. Anleger müssen sich noch gedulden, bis der Stillstand aufgelöst wird. Die Richtung lässt sich an zwei Kursmarken ableiten.
Seit Wochen gibt es im Wochenverlauf starke Ausschläge beim DAX. Da jedoch jede Richtung sofort gekontert wird, tritt der Index zum Ende der Woche auf der Stelle. Die Unsicherheit der Marktteilnehmer zeigt sich in diesem Hin und Her. Keine Seite kann dem Aktienmarkt ihren Stempel aufdrücken. Sowohl Käufer als auch Verkäufer haben ihre Argumente auf ihrer Seite.
Anleger haben es derzeit schwer, eine Orientierung zu finden bzw. zu behalten. Die Halbwertzeit von Nachrichten hat stark abgenommen, sodass immer neue Meldungen immer neue Reaktionen hervorrufen. Die USA bestimmen dabei die Themen: Venezuela und der Streit mit Kuba sind vergessen, Iran sollte angegriffen werden, dann vielleicht, dann doch lieber verhandeln. Die Ukraine ist vergessen. Zölle auch. Klar ist nur die Unklarheit.
DAX, Tageschart, Stand 24.721 Punkte
Bevor wir uns den obigen Tageschart ansehen, müssen wir wieder den Blick auf den größeren Wochenchart werfen. Trotz aller Unsicherheit im Markt schafft es der DAX bisher, zum Ende der Woche keinen Schaden im Chartbild zu hinterlassen. Im Wochenchart kann der Unterstützungsbereich bei 24.480 bis 24.560 Punkten verteidigt werden. Das ist positiv, aber bisher nicht überzeugend. Dieses Muster der Einbrüche und der starken Käufe zeigt sich in den letzten drei Wochenkerzen, die sowohl Lunten als auch Dochte vorweisen.
Im Tageschart (oben) hat sich durch das Verhalten der Marktteilnehmer in den letzten drei Handelswochen ein neuer Trendkanal gebildet (gelber Kasten). Der Trend ist seitwärts. Auf der Oberseite begrenzt die Marke von 24.900 Punkten den Anstieg, und auf der Unterseite verhindert die Marke bei 24.400 Punkten einen Kursverfall. Dazwischen zirkuliert der DAX, und das trägt zur Unsicherheit bei.
Ein weiterer Punkt, der die Anleger verunsichert, sind die herben Verluste am Markt. Gold und Silber verlieren an einem Tag zweistellig. Bitcoin und Ethereum stürzen am Donnerstag ebenfalls zweistellig in die Tiefe. Die großen Technologiefirmen aus dem Nasdaq verlieren kräftig, nachdem sie Rekordinvestitionen in die Entwicklung und Infrastruktur von „Künstlicher Intelligenz“ ankündigen. Bei Börsen in starker Verfassung würden die Kurseinbrüche nicht so heftig ausfallen.
In der neuen Handelswoche kommt es sogleich darauf an, ob das Kursplus vom Freitag verteidigt werden kann. Solange der DAX über der Marke bei 24.400 Punkten verbleibt – besser ist, wenn sich Käufer schon bei 24.560 Punkten zeigen –, kann mit steigenden Kursen gerechnet werden. Das Kursziel für den DAX lautet in diesem Fall 24.900 Punkte, und bei Überspringen dieser Marke folgt das nächste Ziel bei 25.500 Punkten.
Folglich lässt sich aus dem Chart die Alternative ableiten. Sinkt der DAX unter 24.400 Punkte und verlässt damit den Seitwärtskanal auf der Unterseite, geraten die Verkäufer in eine vorteilhafte Position. Der DAX hätte dann Rückgangspotenzial bis 23.400 Punkte. Welche Richtung sich zuerst durchsetzt, können Sie am DAX-Trend ablesen. Das Indikatoren-Trading (mehr erfahren) ist hierfür das richtige Tool.
Während von allen Seiten ständig neue Meldungen auf die Marktteilnehmer einprasseln, könnte folgender Hinweis auf den möglichen neuen Fed-Chef Warsh wichtig sein. Er ist von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagen, und er wird auf jeden Fall für sinkende Leitzinsen sorgen wollen (sonst wäre er nicht vorgeschlagen worden). Sicher, er entscheidet nicht allein, doch er kann die Denkrichtung der Fed-Mitglieder beeinflussen. Sinkende US-Leitzinsen würden den Börsen und den Anlegern gefallen. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf könnte heute bereits die Nachfrage nach Krypto, Gold und Silber und Aktien zunehmen.
Die neue Börsenwoche verspricht Spannung. Die Kursmarken sind klar. Der DAX hat sich durch die Rallye am Freitag in eine gute Ausgangslage gebracht. Ob die Chance genutzt wird, wird sich zeigen.
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Mit freundlichen Grüßen
Ihr
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