Signale

Der Crash am Kryptomarkt beschleunigt sich. Der Verkaufsdruck bleibt hoch. Bitcoin erreicht jetzt den Preisbereich bei 70.000 US-Dollar. Noch im Herbst 2025 war die Welt der Investoren in Ordnung, danach ging es heftig abwärts. Die Ursache könnte die Vorbereitung und Nominierung des neuen Fed-Chefs sein. Der Abverkauf erreicht jetzt eine Unterstützungszone, die unbedingt verteidigt werden muss, sonst droht weiteres Unheil.

Momente der Not haben die Kryptoanleger schon häufiger erlebt. Immer wenn die Medien den Bitcoin als tot beschrieben haben, kam dieser wieder zurück und markierte in der Folge ein neues Rekordhoch. Dieser Elan scheint weit in der Ferne zu sein, wenn man sich die aktuelle Lage ansieht. Niemand traut dem Bitcoin gerade eine Trendwende zu.

Der heftige Abverkauf – man kann auch Crash dazu sagen – begann im Herbst 2025, als die Suche nach dem neuen Fed-Chef an Fahrt aufnahm. Nun ist die Nominierung von Kevin Warsh offiziell, und hier liegt das Problem. Er wird in den Medien als Befürworter höherer Leitzinsen präsentiert. Das ist schlecht für die Kryptobranche, die auf viel günstiges Geld angewiesen ist.

Bitcoin, Wochenchart, Stand 70.931 US-Dollar

Bitcoin Chart und Analyse

 

Wenn Geld knapp ist (das ist bei hohen Zinsen der Fall), haben die Projekte schlechte Karten bei der Finanzierung ihrer Projekte. Und auch der Kryptomarkt ist dann nicht bei guter Laune, da die Anleger ebenfalls nicht liquide sind und zu wenig Coins nachfragen. Mit dem Wissen über Kevin Warsh im Hinterkopf verkaufen einige Investoren schon seit Monaten ihre Bitcoins.

Nun kommt die Nominierung von Warsh direkt vom US-Präsidenten Donald Trump. Und wie allgemein bekannt ist, ist dessen größtes Ziel niedrige Leitzinsen, damit die Wirtschaft, der Aktienmarkt und auch Krypto davon profitieren können.

Es ist sofort klar, dass das Bild von Warsh (hohe Zinsen) und der Wunsch von Trump (niedrige Zinsen) nicht zusammenpassen. Damit Warsh nicht von Anfang an als verlängerter Arm des US-Präsidenten abgestempelt wird, kommt es zu dieser medialen Diskrepanz. Richtig ist: Trump würde nie eine Personalie auswählen, die nicht seinen Absichten folgt (niedrige Zinsen).

Damit ist klar: Es handelt sich um ein Schauspiel. Bis Warsh im Amt ist, wird man ihn weiterhin als unabhängig positionieren. Erst wenn er im Amt ist, wird er (welch eine Überraschung) nach der Pfeife des Präsidenten tanzen.

Das obige Chartbild zeigt, dass der Bitcoin-Kurs eine wichtige Aufwärtstrendlinie aufgegeben hat. Damit waren direkt wieder steigende Kurse erst einmal vom Tisch. Nun erreicht der Abverkauf eine wichtige Unterstützungszone. Kann der Bitcoin die Zone bei 69.000 bis 71.000 US-Dollar verteidigen, kann es zu einer Unterbrechung des Abverkaufs kommen. Eine Aufwärtskorrektur hat Potenzial bis 91.000 US-Dollar. Solch eine Korrektur wäre zunächst nur als Reaktion auf die Kursverluste zu verstehen. Erst wenn der Bitcoin-Preis wieder über der steigenden Trendlinie notiert bzw. über 95.000 US-Dollar, erst dann wäre der Abverkauf beendet.

Börsentrend frühzeitig erkennen

Für den Moment muss der aktuelle Preisbereich unbedingt verteidigt werden, um weiteres Ungemach zu verhindern. Ob dies gelingt, werden die nächsten Stunden und Tage zeigen. Fällt der Bitcoin-Kurs unter die Unterstützungslinie bei 69.000 US-Dollar, hat er charttechnisch Platz bis 49.000 US-Dollar.

Die Sorgen im Kryptomarkt kommen vornehmlich aus der Angst, dass der neue Fed-Chef die Liquidität verknappen wird. Bei Bitcoin und anderen Werten hat das zu einem Crash geführt. Sobald die Anleger merken, dass Warsh doch die Zinsen niedrig halten (oder senken) wird, kommt es auch wieder zu einem Aufatmen bei den Kryptos.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S.: Buchtipp: „Verstehen Sie Geld?“ – Zusammenhänge verständlich erklärt