Signale

Die Börse kannte lange Zeit nur eine Marschrichtung, nämlich nach Norden. Mit dem Ende des Hypes um das Thema „KI“ haben die Marktteilnehmer jetzt Schwierigkeiten, sich neu zu ordnen. Neue Themen, vornehmlich aus den USA, beschäftigen die Anleger: Ein neuer Fed-Chef, der Government-Shutdown und endlose Handelszölle dominieren. Nun gilt es auszuwerten, welche Meldung die weitere DAX-Richtung bewegen wird.

Die abgelaufene Handelswoche stand ganz im Zeichen der Edelmetalle. Gold und Silber erreichten absolute Rekordstände. Während die Investoren ihren Augen nicht trauen konnten – der Anstieg verlief parabolisch –, folgte ein heftiger Rückschlag. Dass solch ein Kurseinbruch kommen würde, war den meisten Anlegern zwar klar, doch schmerzhaft war er trotzdem.

Jetzt sind die Kursverluste bei den Rohstoffen nur die halbe Wahrheit, denn der Blick ist zu kurzfristig. Gold und Silber sind fundamental gut aufgestellt, die Rallye läuft schon länger und hitzig, da ist eine Korrektur ganz normal. Entscheidend wird sein, wo sich das Korrekturende einfinden wird. An dieser Stelle werden dann die Investoren wieder zugreifen.

DAX, Tageschart, Stand 24.538 Punkte

DAX im Trendkanal mit Chart

Die andere Überraschung war der Kurseinbruch der SAP-Aktie. Viel wurde über die Ursachen gesprochen. Am naheliegendsten ist, dass die Euphorie-Phase zu Ende geht. KI zieht nicht mehr. Es beginnt eine neue Phase, in der die Wachstumserwartungen zurückgefahren werden (müssen).

Der DAX musste in diesem Zusammenhang ebenfalls Federn lassen, da SAP ein Schwergewicht ist und so den Index hinuntergezogen hat. Die aktuelle Beurteilung der DAX-Lage ist weiterhin nicht einfach. Der Grund liegt in den unterschiedlichen Zeitfenstern. Der Index konnte am Freitag einen Teil seiner Wochentiefs aufholen, und damit ist die Hoffnung für ein Abdrehen nach Norden noch nicht verloren.

Im Tageschart, so wie das obige Chartbild zeigt, ist die Lage als negativ zu werten. Der DAX hat nach seinem Rekordhoch bei 25.507 Punkten den Rückwärtsgang eingelegt und ist dabei wieder in den alten Trendkanal (grau) zurückgefallen. Im Idealfall hätte der Index im gelben Bereich bleiben müssen. So aber ist ein Fehlausbruch anzunehmen.

In der neuen Handelswoche ist daher auf bestimmte Marken zu achten, die für eine Einordnung der Börsensituation hilfreich sein werden. Auf der Oberseite ist die Marke von 24.560 Punkten von großer Bedeutung. Kann der DAX über diesen Preisbereich klettern, kann er sich vom Verkaufsdruck befreien und sich wieder in den gelben Trendkanal zurückgekämpft haben. Zusätzlich würde dann die Zuversicht der Marktteilnehmer zunehmen, die sich Kraft aus dem Wochenchart ableiten werden.

Anders hingegen, wenn der Widerstandsbereich bei 24.560 Punkten nicht übersprungen wird. In der Charttechnik ist ein Widerstand so lange gültig, bis er gebrochen wird. In diesem Fall bleibt die Schwäche des DAX gültig (der Rückfall in den grauen Kanal). Das negative Sentiment würde sich durchsetzen. Aktien sind derzeit nicht so beliebt, wie die Medien es herbeireden wollen. Die Party ist vorüber.

DAX Trading-Signal Short

Short Signal ID 4116

Jetzt müssen sich die Marktteilnehmer entscheiden, wie sie die Börsenlage bewerten werden. Der Government-Shutdown ist wieder ein Schauspiel, wie so viele Male früher. Eine rechtzeitige Einigung ist in der US-Politik nicht möglich. Es muss immer am letzten Tag zu einer finalen Show kommen. Der aktuelle Stand: Am heutigen Sonntag tritt der Shutdown in Kraft, aber nur für einen Tag, da eine Einigung zwischen Demokraten und Republikanern erzielt wurde und am Montag ein neuer Haushalt durchgewunken wird.

Die andere Unbekannte ist die Nominierung des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh. Er ist von US-Präsident Trump vorgeschlagen worden und muss noch gewählt werden. Es ist bisher der einzige Kandidat. Die Frage für die Märkte ist nun, inwieweit Warsh die Unabhängigkeit der Fed vertreten kann oder ob er nach Trumps Pfeife tanzen wird, der sich ja bekanntermaßen sinkende Leitzinsen wünscht.

Im Moment ist die Börsensituation unklar. Es gibt für Käufer und Verkäufer ausreichend Argumente. Umso mehr sind da Linien im Chartbild eine wertvolle Hilfe, um eine treffende Analyse (hier Trading-Signale) zu erarbeiten. Nach dem starken Anstieg der Börsen im letzten Jahr – der DAX stieg um 23 % – ist es nun schwierig, dieses Tempo ungebremst fortzuführen.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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