Signale

Am Aktienmarkt kommt Unruhe auf. Der DAX zeigt sich unentschlossen. Niemand will unter den aktuellen Umständen an den Börsen neu investieren. Wer kann, bleibt in Cash. Wer das Momentum nutzen will, kauft lieber Gold und Silber. Aber um Aktien macht der Anleger einen Bogen. Zu sehr ist die Unwägbarkeit zu spüren, zu offensichtlich die Risiken, die lauern und die Kurse deutlich unter Druck bringen können.

Der Dollar schmiert ab. Der Wechselkurs EUR/USD erreicht 1,20 US-Dollar. Die Veränderungen des Finanzgefüges kommen in Zeitlupe und werden nicht sofort bemerkt. Dabei werden große Bestände umgeschichtet. Allen voran wird der US-Dollar abgestoßen, und US-Staatsanleihen werden verkauft. Die Verkäufer warten nicht lange und investieren das freiwerdende Geld in Rohstoffe wie Gold und Silber (zu den Analysen).

Anders als in den Medien kommuniziert, geht es diesen großen Investoren (Pensionsfonds, Staatsfonds und Zentralbanken) nicht um einen idealen Einstieg (auf den der Privatanleger besonders Wert legt), sondern um eine werthaltige Investition auf viele Jahre hin. Für diese Gruppe sind z. B. 5.000 US-Dollar für eine Unze Gold nicht viel.

DAX, 4-Stundenchart, Stand 24.892 Punkte

Der DAX kann bisher nicht über den Widerstandsbereich bei 24.920 bis 24.950 Punkten ausbrechen. Es gab mehrere Versuche, wie das obige Chartbild zeigt, doch ohne Erfolg. Ohne diesen Ausbruch kann der Index sich nicht befreien (und weiter ansteigen). Ganz im Gegenteil: Es besteht die Gefahr des Rückschlags.

Der deutsche Leitindex befindet sich in einem Seitwärtstrendkanal (grauer Bereich in der Bildmitte). Auf der Oberseite stoppt der Bereich bei 24.920 bis 24.950 Punkten die bisherigen Anstiegsbemühungen. Auf der Unterseite befindet sich der Unterstützungsbereich bei 23.800 Punkten. Dazwischen zeigt sich der Index unentschlossen. Solange der Ausbruch auf der Oberseite nicht gelingt, ist mit nachgebenden Kursen zu rechnen, wie in der Wochenendanalyse „DAX-Ausblick: Vorsichtig optimistisch“ beschrieben wurde.

Die Aussichten sind trüb für die Anleger. Die KI-Rallye ist gelaufen. Es kommen heute Quartalszahlen großer Technologie-Unternehmen, die zwar gut ausfallen sollten, aber an der Börse sind diese Zahlen Geschichte, da sie in der Vergangenheit erwirtschaftet wurden. Die Frage ist daher, wie der Ausblick ausfallen wird. Zweifel sind angebracht.

Normalerweise hoffen Anleger bei schlechten Nachrichten, dass die US-Notenbank Fed Signale für sinkende Zinsen geben wird. Heute Abend wird die nächste US-Leitzinsentscheidung verkündet. Erwartet wird, dass das Niveau nicht verändert wird. Füße stillhalten ist das Motto. Von der Zinsfront wird keine Hilfe für die Börsen kommen.

Short Signal ID 4113

Anleger haben weiteren Kummer, denn am Wochenende endet die Frist für den Übergangshaushalt der US-Regierung. Diese wurde vereinbart, als die USA im Herbst 2025 den Regierungsstillstand ausrufen musste (Government-Shutdown). Wegen der innenpolitischen Eskalation durch die ICE-Truppen und den zwei getöteten US-Bürgern ist das Land in Unruhe geraten. Die US-Demokraten – das ist die Partei, die seit Monaten in Vergessenheit geraten ist – wittern nun ihre Chance und wollen nicht mit den Republikanern über einen neuen Haushalt verhandeln, sofern weiterhin die ICE-Truppen aus der Regierungskasse bezahlt werden. Wenn es nicht zu einer Einigung kommt, droht erneut ein Government-Shutdown.

Manche Anleger haben diese Entwicklung im Hinterkopf und halten sich zurück. Andere verkaufen ihre Aktien, bevor die Kurse womöglich stärker nachgeben. Auch ein Angriff auf den Iran ist im Bereich des Möglichen. Wie die Börsen darauf reagieren werden, ist unklar. Für Unsicherheit ist gesorgt.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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