Signale

Am Aktienmarkt hat sich das Durcheinander rund um Grönland etwas gelegt. Die Volatilität bei den Indizes hat abgenommen, wie sich am Freitagshandel gezeigt hat. Der DAX trat den ganzen Tag auf der Stelle. Anleger sind beruhigt und halten sich an einem Grönland-Deal fest, der unter der Hand vereinbart wurde und dessen Details schwammig sind. Dennoch geben sich die Anleger beruhigt. Der DAX könnte davon profitieren, wenn es ihm gelingt, einen wichtigen Widerstand aus dem Weg zu räumen.

Die letzte Handelswoche war sehr ereignisreich, natürlich mit US-Präsident Trump in der Hauptrolle, wie sollte es anders sein. Er will Grönland, war seine Forderung, wer nicht mitmacht, sollte mit Strafzöllen bestraft werden. So hat er die Europäer in Angst und Schrecken versetzt, und am Ende hat der Mann tatsächlich einen Deal herausgeholt.

DAX, Tageschart, Stand 24.900 Punkte

DAX mit Tageschart

Inwieweit die Grönland-Problematik ausgestanden ist, muss sich noch zeigen. Bisher ist die Börsenreaktion viel euphorischer, als die Tatsachen dies rechtfertigen würden. Trump hat weder mit Grönland noch mit Dänemark verhandelt, und trotzdem gibt es einen Deal, auf den die Anleger setzen. Riskant!

An der Börse ist die Lage daher noch unentschieden. Hier muss auf zwei Ebenen unterschieden werden. Es gibt zunächst das Tagesgeschäft. Die Kurse bewegen sich im Tagesverlauf hin und her. Anleger versuchen, Zinsentscheidungen, Unternehmensdaten, Konjunkturdaten oder Aussagen von Zentralbänkern oder US-Präsidenten in den Kursen zu verarbeiten. So verlief die letzte Handelswoche.

Doch es gibt auch das große Bild. Um dieses besser zu erkennen, hilft es, einen Schritt zurückzulegen und den Zustand des DAX mit etwas Abstand zu beurteilen. Denn im Wochenchart zeigt sich der Index stark, was sich auch mit einer positiven Wochenkerze untermalt wurde.

DAX, Wochenchart, Stand 24.900 Punkte

DAX im Wochenchart

Das obige Chartbild zeigt die Wochenkerze, die sich als Hammer (kleiner Kerzenkörper mit einem langen Docht) präsentiert. Dies ist in der Charttechnik ein Signal für eine Wende des ursprünglichen Trends (bald wieder aufwärts?). Lässt man sich nicht von der vielen Grönland-Diskussion leiten, lässt sich ein sauberer Ausbruch aus dem langen Seitwärtskanal (schwarz) erkennen, der mit dem Kursrückgang in den Bereich bei 23.400 Punkten erfolgreich getestet wurde. Der Index schloss daraufhin die Woche bei 24.900 Punkten. Im Wochenchart ist die Bewertung des DAX deshalb positiv.

Damit lässt sich der Übergang zum Tageschart bilden. Hier sind mehr Kerzen zu bewerten, und da steht eine „Befreiung“ noch aus, wie im ersten Chartbild zu sehen ist. Der DAX muss die Widerstandslinie bei ca. 24.920 Punkten überwinden, damit auch im Tageschart die Lage positiver wird. Über dieser Marke werden die Käufer wieder dominieren. Ohne solch einen Erfolg bleibt die Lage weiter fragil, und der Index sollte wieder in Richtung 24.500 Punkte nachgeben, da ein zweiter Test des Unterstützungsbereiches anzunehmen ist.

DAX Short Signal

Short Signal ID 4110

Die neue Handelswoche beginnt daher unter dem Eindruck dieser beiden charttechnischen Bilder. „Vorsichtig optimistisch“ ist die Schlussfolgerung. Gelingt der Sprung über 24.920 Punkte, ist der Weg auf der Oberseite frei. Kann der Index diesen Widerstand nicht überwinden – zu jeder Zeit kann Trump wieder seine Zollkeule schwingen –, bleibt der DAX zwischen diesen beiden Marken gefangen. Eine Entscheidung wird in der kommenden Woche auf jeden Fall fallen. Geht der Anleger noch einen Schritt zurück, z.B. den Monatschart, dann verändert sich der Eindruck erneut, denn dort befindet sich der DAX im Endstadium seiner Börsenrallye.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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