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Der DAX hat die Anleger zu Jahresbeginn überrascht. Zwar gelang dem Index ein neues Allzeithoch, weil sich einfach zu viele Wertpapierkäufer von der extrem positiven Stimmung haben anstecken lassen, doch dann blieben Anschlusskäufer weg. Dies ist ein wichtiges Zeichen an die Marktteilnehmer. Im Markt besteht offensichtlich eine Verkaufsbereitschaft. Der massive Rutsch am gestrigen Nachmittag spricht daher eine klare Sprache. Der Aktienmarkt ist schlicht sehr teuer.

Viele Marktteilnehmer hatten sich eine Fortsetzung des Kursanstiegs gewünscht. Dieser kann ja noch kommen, so das Urteil der Optimisten. Doch wie schon in der Wochenendanalyse „DAX-Ausblick: Die unendliche Hoffnung“ kommuniziert, passen Realität und Wirklichkeit überhaupt nicht mehr zusammen. Während also manch ein Anleger auf Kurse oberhalb von 14.000 Punkten wartet, gibt es andere, die ihre Gewinne realisieren. Auch an der Börse wachsen die Kurse nicht in den Himmel, auch wenn man das bei der Performance von u.a. Apple, Amazon und Tesla annehmen kann.

DAX, Tageschart, Stand 13.677 Punkte

Jetzt ist es keine Neuigkeit, dass der Politik die Kontrolle über das Coronavirus zu entleiten droht. Der Streit um die bestellte Impfmenge, die nicht ausgelasteten Impfzentren und das Fehlen einer klaren Koordination sind nicht vertrauenserweckend. Naheliegend, dass sich die Politik daher neue Zeit beschaffen muss, indem sie den Lockdown verlängert. Diese Maßnahme wird gerade diskutiert und es ist davon auszugehen, dass zumindest bis Ende Januar das gesellschaftliche Leben stillstehen wird.

In einer Welt, in der sich alles am Wachstum orientiert (mehr erfahren), ist eine stillstehende Wirtschaft eine Schreckensmeldung. Das Geld muss zirkulieren, damit die Unternehmen daran profitieren können. Da reichen die Umsätze der Onlinekonzerne allein nicht aus. Die Marktteilnehmer an den Börsen sind zum Ende des Jahres 2020 fest davon ausgegangen, dass sie sich in 2021 weniger Sorgen machen müssen. Diese Erwartungshaltung zeigte sich an einer Jahresendrallye, die sich jetzt wieder in Luft auflöst.

Solange der DAX die Marke bei 13.900 Punkten nicht überschreitet, sollte es in dieser Woche abwärtsgehen. Das erste Kursziel bei 13.600 Punkten wurde im heutigen Tagesverlauf erreicht. Jetzt kommt es auf diese braune Unterstützungslinie an. Es ist davon auszugehen, dass diese nur vorübergehend verteidigt werden kann. Der DAX notiert besser als vor dem Ausbruch der Coronakrise, dabei sind wir noch im Auge des Sturms. Für solch eine kritische Situation sind die Aktienkurse nicht angemessen.

Short Signal ID 2871

Oberhalb der wichtigen Marke bei 13.600 Punkten kann es zu einer Seitwärtsbewegung kommen. Fällt der Index durch, dann werden sich sofort neue Verkäufer zeigen. Nachgebende Notierungen haben ein Kursziel bei 13.300 Punkten. Die aktuelle Phase birgt eine besondere Gefahr. Eine Vielzahl der Anleger erwartet nämlich steigende Kurse, doch der Markt fällt. Und je länger abgewartet wird, umso tiefer sinkt der DAX. Die aktuelle Lage ist daher als riskant einzuordnen.

Anleger sollten die Zurückhaltung der Käufer wahrnehmen. Es ist ein klares Zeichen, dass hier die überbordende positive Haltung in den Börsensälen (und den Medien) nicht mit der tatsächlichen Handlung der Marktteilnehmer übereinstimmt. Tatsächlich trennt sich nämlich die Mehrheit von ihren Wertpapieren, was zu sinkenden Kursen führt.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung und melden uns mit neuen DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Handeln Sie einen fallenden DAX (mehr erfahren)

 

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