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An der Börse ist die Stimmung weiterhin gut. Der DAX notiert in der Nähe der 14.000 Punkte Marke. An der positiven Laune der Anleger hat auch der kurzzeitige starke Kursrückgang in der Nacht zum Dienstag nichts verändert, als die japanische Zentralbank auf die geldpolitische Bremse trat. Die Kursverluste wurden schnell wieder aufgeholt. Besonders Privatanleger sind häufig positiver eingestellt, als die Märkte diese Zuversicht untermalen würden.

Sogar im Schlaf ruhen die Börsenkurse nicht. Dies bekamen die Anleger in der Nacht zum Dienstag zu spüren, als es beim DAX (und anderen Indizes) einen heftigen Rückschlag gab. Der deutsche Leitindex tauchte kurzzeitig bis unter die Marke bei 13.700 Punkte. Was war geschehen? Als eine der letzten großen Zentralbanken hat die japanische nun ein Zeichen gesetzt und die Zügel bei ihrer Geldpolitik angezogen. Vorbei ist die Zeit des billigen Geldes, so die Nachricht an die Finanzmarktteilnehmer. Die asiatischen Börsen gaben sofort deutlich nach.

DAX, Stundenchart, Stand 13.988 Punkte

Der Schreck an den Börsen ist jedoch nur kurz gewesen. Trotz der Kehrtwende in der japanischen Geldpolitik wollten sich die Marktteilnehmer nicht vom Wertpapierkauf abhalten lassen. So kurz vor Weihnachten dominiert weiterhin die Hoffnung auf ein besseres Börsenjahr 2023.

Besonders in den letzten Wochen geht die Schere zwischen Realität und Wunschdenken weiter auseinander. Die nun begonnene restriktive Geldpolitik der japanischen Zentralbank ist ein weiteres Puzzleteil, welches diese Entwicklung untermalt. Generell gehen die großen Zentralbanken der Welt in die gleiche Richtung und planen mit höheren Zinsniveaus. Noch gar nicht recht im Fokus ist die enorme Schuldensituation der Staaten, die in der nahen Zukunft ebenfalls Sorgen bereiten sollte. Dennoch wollen Anleger unbedingt in Aktien investieren, zumindest legen die steigenden Börsenkurse dies nahe. Da der Aktienmarkt bekanntlich die Zukunft handelt, man spricht von 6-9 Monaten Vorlaufzeit, wird eine positive wirtschaftliche Entwicklung vorweggenommen.

Der DAX hat den Widerstandsbereich bei 13.910/13.920 Punkten (aus dem Tageschart) zurückgewinnen können. Damit bewegt sich der Index nun in einem neutralen Bereich, in dem keine großen Sprünge mehr zu erwarten sind. Im obigen Stundenchart sind die Kursbewegungen der letzten Tage gut zu erkennen. Eine Widerstandslinie bei 14.000 Punkten hindert an der Fortsetzung des laufenden Anstiegs. Sollte der DAX diese Hürde überwinden können, dann lockt das nächste Kursziel bei 14.150 Punkten. Bleibt der Index unterhalb von 14.000 Punkten, dann ist mit einer Annäherung an die 13.900 Punkte Marke zu rechnen.

Short Signal ID 3399

Das Zusammenspiel von Börsenkursen und billigem Geld der Zentralbanken ist seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 (mehr erfahren) hinlänglich bekannt. Je mehr die Zentralbanken davon drucken, je leichter sie den Zugang zu frischem Kapital ermöglichen, umso höher wird die Verschuldung und umso weniger wird die Währung wert. Nun erkennt auch die japanische Zentralbank (reichlich spät) diesen Zusammenhang und schwenkt in eine restriktive Geldpolitik um. Eine wertvolle Währung ist immer besser als eine schwache. Auch wenn manche Experten das mit Blick auf die Exportvorteile anders darstellen.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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