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Das Börsengeschehen schüttelt die Anleger heftig durch. Der DAX bewegt sich in einem atemberaubenden Tempo hin und her, was die schwierige Lage am Aktienmarkt verdeutlicht. Auf ein paar Tage Kursplus folgen noch heftigere Verkäufe. Seit dem Jahresstart 2022 geht es am deutschen Aktienmarkt abwärts. Auch die nächste Woche hat es in sich, denn eine US-Leitzinserhöhung steht an. Wie wird der Aktienmarkt reagieren?

In der letzten Woche gab es mit der Gewinnwarnung des US-Logistik-Dienstleisters FedEx einen herben Rückschlag für alle Optimisten. Wer bisher nicht an eine Abkühlung der Konjunktur glauben wollte, wurde nun mit Fakten eines Besseren belehrt.  Derzeit sind alle Themen an der Börse gleichzeitig in die Waagschale geworfen. Rezessionsangst, Inflationssorgen und Energiekrise werden im selben Atemzug genannt und alle haben eine bremsende Wirkung auf die Unternehmensgewinne, weshalb die Börsenkurse nachgeben.

DAX, Tageschart, Stand 12.741 Punkte

Die letzte Woche hat die Anleger an der Nase herumgeführt. Für einen Moment, als der DAX über 13.500 Punkte notierte, da hielt sich die Freude der Marktteilnehmer kaum mehr in Grenzen. Doch bis zum Ende der Woche sollte sich das Bild wandeln, denn der Index schloss die Handelswoche bei 12.741 Punkten. Eine schwache Entwicklung.

Damit die Aktien eines Unternehmens an der der Börse attraktiv erscheinen, muss es Gewinne erwirtschaften. Je mehr, umso besser für die Anleger. Wenn die Gewinne erst in der Zukunft erzielt werden, z.B. bei Startups, dann muss zumindest die Hoffnung aufrechterhalten werden, dass dies gelingen wird. Beides ist im aktuellen wirtschaftlichen (Rezession) und geldpolitischen Umfeld (Zinswende) kaum möglich. Unternehmen wie Kunden ächzen unter dem zusätzlichen Druck der Energiepreise.

Es ist daher nur eine Frage der Zeit, dass der DAX sein Jahrestief testen wird. Wie durch einen Magneten angezogen, sinken die Kurse nach Süden. Das Fatale dabei ist die zwischenzeitliche Hoffnung der Anleger, die einen Beginn einer neuen Rallye suggeriert hatten. Diese Markgruppe kommt nun unter die Räder.

In der neuen Woche beginnt der DAX im Bereich bei 12.700 Punkten und kann sich möglicherweise leicht nach Norden kämpfen. Dies ist dem überverkauften Marktzustand geschuldet. Steigende Notierungen haben ein Ziel bei 12.920 Punkten. Dieses Vorhaben der Käufer steht unter einem schlechten Stern, da die Verkäufer schon für die nächste Verkaufswelle bereitstehen. Da auch der große Verfallstag hinter sich gelassen wurde, können die Marktteilnehmer ganz ohne Zwänge handeln.

Short Signal ID 3326

Die Chance für eine zwischenzeitliche Anstiegsbewegung besteht nur, solange der Index oberhalb der steigenden Trendlinie bei ca. 12.700 Punkten verbleibt. Kommt es zu einem Unterschreiten dieser Linie, dann entfällt der Ausflug auf die Oberseite. Notierungen unterhalb von 12.700 werden die Anleger aus ihren Positionen flüchten lassen, sodass der Index dem Jahrestief Stück für Stück entgegen fallen sollte.

Thematisch wird die neue Börsenwoche von der US-Leitzinserhöhung am kommenden Mittwoch Abend bestimmt werden. Die Frage, die die Anleger beschäftigt, lautet: wird die US-Notenbank FED die Zinsen um 0,75 Prozentpunkte oder sogar um einen ganzen Prozentpunkt anheben? Dabei geht es immer um das gleiche Zusammenspiel, ob sie die Inflation entschieden bekämpfen oder ob sie die Wirtschaft nicht bremsen soll. Da diese beiden Faktoren zusammenspielen, wie zwei Seiten einer Münze, wird es keine leichte Entscheidung (mehr erfahren). Letztendlich, und darauf kommt es derzeit an der Börse an, wird Liquidität aus dem Markt genommen, und das spricht nicht für steigende Kurse.

Wir verfolgen den DAX-Verlauf und veröffentlichen neue Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S: Ohne Spekulation gäbe es keine Energiekrise (mehr erfahren)

 

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