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Der DAX ist über das Ziel geschossen. Die Nähe zur 14.000 Punkte Marke war zu viel des Guten. Die Anleger waren berauscht und der Markt überhitzt, da kann sowas mal passieren. Übergeordnet ist die laufende Erleichterungsrallye auf Sand gebaut. Der Wunsch der Marktteilnehmer beruhte allein auf einem Strategiewechsel der Notenbanken. Doch die Inflation war nie weg und wird noch eine lange Zeit bleiben. Mit dem heutigen Tag rückt dieser Umstand wieder in den Fokus der Anleger.

In den letzten Wochen war der Aktienmarkt überverkauft, sodass eine Gegenreaktion einzuplanen war. Diese wurde durch zurückgehende Inflationsdaten befeuert. Nur weil die Daten nicht so schlimm wie befürchtet waren, stieg die Hoffnung der Anleger auf weniger starke Leitzinsanhebungen. Dass solch eine Voraussetzung für den Aktienkauf nicht geeignet ist, ist selbstredend. Doch an der Börse kommt es häufig zu einer überhitzten Trendbewegung, bei der niemand zu spät kommen will. Das Resultat sind dann deutlich steigende Kurse, obwohl die Rahmendaten dies nicht untermalen.

DAX, Wochenchart, Stand 13.762 Punkte

Das obige Chartbild basiert auf der Zeitebene „Wochen“. Eine Kerze bildet dabei den Kursverlauf des DAX in dieser Handelswoche ab. Damit lässt sich das Kursgeschehen mit mehr Abstand analysieren.

Wie zu erkennen ist, hat die Aufwärtsreaktion, die in den Medien als Bärenmarktrallye bezeichnet wird, die Widerstandslinie bei 13.800 Punkte erreicht. Unter normalen Umständen hätten an dieser Stelle wieder die Verkäufer übernehmen sollen. Die letzten beiden Tage jedoch kam es zu einem Ausbruchsversuch, der die Marktteilnehmer durcheinander brachte.

Viele, die geglaubt haben zu spät zu sein, kauften teure Aktien. Andere wiederum freuten sich über diesen Moment und veräußerten ihre Wertpapiere zu einem guten Preis. Heute fällt der DAX wieder deutlich zurück und unterschreitet die 13.800 Punkte Marke. Damit erweist sich die Prognose aus der Analyse „DAX: Fehlausbruch jetzt einplanen“ als richtig.

Besonders drücken Inflationsdaten aus Großbritannien auf die Laune der Markteilnehmer. Die Inflation liegt dort im Juli bei 10,1 %. Damit rückt ein großes Problem wieder in den Fokus der Anleger, dass nämlich die Inflation nicht weg ist. Nur weil sie in den letzten Daten weniger stark gestiegen ist als befürchtet, ist das noch kein Grund zur Freude. Die Teuerung findet ja weiterhin statt. Die Inflation wird die Marktteilnehmer eine lange Zeit begleiten, einfach, weil die Übertreibung zuvor so stark war, und dem Aktienmarkt die Chance für einen Anstieg nehmen.

Short Signal ID 3306

Aktienanleger rechnen noch immer mit den alten Höchstkursen. Für sie ist es nur eine Frage der Zeit, dass die Aktienkurse wieder die alten Marken erreichen. Dieses Ausrichten auf einen Hoch- oder Tiefpreis wird als gedanklicher Ankerpunkt bezeichnet. Es ist riskant, da die alten Hochs nur auf einem unnatürlichen Weg erklommen wurden. Ohne die endlose Liquidität der Notenbanken hätte es einen DAX über 15.000 Punkten niemals gegeben. Diese Hilfe durch die Währungshüter sollte wegfallen, solange Inflation ein Problem darstellt.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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