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An der Börse ist der Optimismus zurück. Der DAX kann im Juli stark ansteigen. Erst zögerlich und jetzt mit mehr Zuversicht, klettern die Aktienkurse. Starke Unternehmensergebnisse bei Energieunternehmen und zuletzt bei Amazon und Apple lassen die Aktienkäufer wieder auf bessere Zeiten hoffen. Doch die Schere zwischen fundamentaler Entwicklung und dem Hoffnungsmodus der Anleger geht auseinander und das mahnt zur Vorsicht

Am Donnerstag Abend meldeten Amazon und Apple nachbörslich starke Zahlen. Dies wurde als Vorlage für viele Anleger genommen, wieder in den Aktienmarkt einzusteigen. Scheinbar geht es den Konzernen nicht schlecht ist der Gedankengang der Marktteilnehmer. Da auch zeitgleich die Aktienkurse optisch günstig erscheinen (als zu Jahresbeginn), zögern die Käufer nicht. Dabei ist diese Interpretation riskant, denn die Konzerne Amazon und Apple profieren von vorgezogenen Käufen. Die Konsumenten kaufen ihre Waren und ihr IPhone, bevor diese noch teurere werden, da die Inflation die Preise treibt. Daraus Optimismus für die Wirtschaftslage und für den Aktienmarkt zu schließen ist riskant.

DAX, Tageschart, Stand 13.484 Punkte

Jetzt ist die Ausgangslage für die Anleger immer noch so desolat wie vor vier Wochen, bevor der DAX diese fulminante Performance auf das Parkett zaubern konnte. Die Inflation ist diesseits und jenseits des Atlantiks weiterhin ein Problem. Die Leitzinsen von der amerikanischen und der europäischen Zentralbank notieren höher als zu Monatsbeginn (Juli 2022), was die Liquidität verknappen sollte.

In den USA ist eine technische Rezession bereits eingetreten, da in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen die Wirtschaft geschrumpft ist. Und auch in Deutschland trüben sich die Aussichten ein, wie Zahlen zu Konsumklima und Geschäftsklima zeigen. Im zweiten Quartal stagnierte das deutsche Wirtschaftswachstum im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres. Investoren sollten nicht Optimismus sehen, wo keine ist.

Im obigen Chartbild ist zu erkennen, dass der DAX mit ordentlich Kaufdruck unterwegs ist. Eine kurzfristige Überhitzung ist nicht von der Hand zu weisen. Zu Wochenbeginn sollte der Index im Bereich von 13.500 Punkten auf Widerstand treffen. Gewinnmitnahmen sollten daraufhin einsetzen und den Index bis in den Bereich bei 13.330 – 13.360 Punkten nachgeben lassen.

Short Signal ID 3290

Es kommt dann darauf an, dass diese Unterstützungszone bei 13.330 Punkten verteidigt wird. Kann der DAX oberhalb dieser Marke verbleiben, dann kann schon bald die nächste Anstiegsbewegung einsetzen. In solch einem Umfeld wollen die Käufer nicht zu spät kommen und zögern nicht lange mit dem Aktienkauf. Das übergeordnete Ziel des DAX für die laufende Korrekturbewegung lautet 13.780 Punkte. Sollte der Index wieder unterhalb von 13.330 Punkte rutschen, dann ist von weiter sinkenden Kursen bis 13.080 Punkte auszugehen. Fällt auch diese Marke, dann müssen sich die Marktteilnehmer wieder mit tieferen Kursen auseinandersetzen. Doch im Moment ist dieser Gedankengang noch fern.

Zunächst geht es um den Optimismus im Markt. Manche Marktteilnehmer glauben, dass viele negative Meldungen bereits eingepreist sind und handeln entgegen der Marktmeinung. Andere sehen im Chartbild die Chance für einen größeren Doppelboden. Der Kursbereich bei 12.400 – 12.600 Punkten wurde im März 2022 und Juli 2022 klar verteidigt und nun steigt die Zuversicht auf eine Trendwende.  Noch ist die Doppelboden-Formation in der Ausarbeitungsphase, da sie erst über 14.079 Punkte aktiviert werden würde, doch die Anleger könnten vorausschauend handeln und diese Entwicklung antizipieren wollen.

Anleger haben wieder Spaß am Aktienkauf (mehr erfahren). Wenn immer mehr Marktteilnehmer auf den Zug ausspringen, dann beschleunigt sich der Kursanstieg beim DAX. Ob dieser Optimismus gerechtfertigt ist, wird sich in Kürze zeigen.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S: Welche Funktion hat Geld (mehr erfahren)

 

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