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Am Aktienmarkt ist die Schwankungsbreite des DAX hoch. Den Markteilnehmern wird viel zugemutet. Die Ukraine-Krise, die Gas-Krise, Konjunktur-Krise und nun auch noch eine Italien-Krise. Inmitten all dieser Probleme zeigen sich dennoch Käufer, die erneut einen Achtungserfolg vorweisen können. Seit zwei Wochen gelingt eine Stabilisierung und nun werden Hoffnungen geweckt. Ob der Aktienmarkt jetzt wieder ansteigen kann, hängt vom kommenden Donnerstag ab.

In den letzten beiden Wochen zeigen sich Käufer im Bereich bei 12.400 Punkten. Der DAX wird hier mit starken Händen aufgefangen. Das Resultat sind zwei positive Wochenkerzen, die nun die Zuversicht unter den Anlegern steigern. Bereits der steile Kursanstieg am Freitag zeigt, dass nun die Verkäufer ihr Pulver verschossen haben. Es ist Zeit für eine (Aufwärts-)Korrektur am Aktienmarkt, die steigende Notierungen mit sich bringen sollte.

DAX, Stundenchart, Stand 12.864 Punkte

In der neuen Handelswoche werden die Anleger ihr Augenmerk auf den Donnerstag legen. Wie das an der Börse ist, handeln die Marktteilnehmer schon im Vorfeld entsprechend ihren Interpretationen und zerren somit an den Börsenkursen. Es sollte im Wochenverlauf volatil hergehen.

Am Donnerstag kommt der EZB-Rat zusammen und entscheidet über die weitere Geldpolitik in der Eurozone. Das Besondere hieran ist, dass die europäischen Währungshüter nach elf Jahren Nullzinsen, das erste Mal wieder die Leitzinsen anheben werden. Dies wurde bereits im Vorfeld kommuniziert und die Marktteilnehmer gehen von einer Anhebung um 0,25 Prozentpunkten aus. Dieser Schritt ist unter den Investoren bekannt und auch eingepreist. Viel wichtiger wird es sein, ob die EZB es schafft, Zuversicht zu verbreiten, dass sie Herr über die derzeitige geldpolitische Lage ist.

Ebenfalls am Donnerstag wird es in Deutschland spannend. Wird in der russischen Gaspipeline Nordstream 1 wieder Gas fließen? Im Rahmen von geplanten Wartungsarbeiten ist dieser Durchfluss gerade abgeschaltet und nun beginnen die Zweifel, ob Russland nicht unter einem Vorwand Deutschland in eine Krise schlittern lässt. Ohne den Energieträger Gas ist dieses Land  verloren. Ist Deutschland krank, dann schwächelt auch Europa. Umso mehr richten sich die Blicke auf den kommenden Donnerstag. Die Entwicklung und die Spekulationen um das Gas-Thema werden auch Auswirkungen auf die Börsenkurse haben.

Der DAX hat sein Jahrestief bei 12.390 Punkten mehrmals verteidigt. Den Verkäufern fehlt nun die Kraft, neuen Druck aufzubauen. Es ist an der Börse normal, dass irgendwann alle Gründe für den Abverkauf in den Köpfen der Anleger eingepreist sind, und dadurch keine neuen Abverkäufe mehr initiiert werden können. Ganz im Gegenteil, die Käufer wollen sich die gesunkenen Kurse zunutze machen und fragen Aktien nach.

Short Signal ID 3280

Im Tageschart befindet sich bei 12.860 Punkten noch ein Widerstand. Wenn diese Kursmarke aus dem Weg geräumt werden kann, dann richten sich die Blicke der Anleger klar nach Norden. Im obigen Stundenchart ist die begonnenen Anstiegsbewegung klar ersichtlich. Oberhalb von 12.860 Punkten geht es rauf bis 13.030 Punkte. Nach einer kurzen Phase der Beruhigung, die spätestens bei 12.920 Punkten aufgefangen werden sollte, geht es erneut aufwärts. Das Kursziel für die gesamte Aufwärtsreaktion liegt bei ca. 13.300 Punkten.

Auch wenn die Rahmenbedingungen für die Börsen schlecht sind, zumindest bis zum Donnertag werden die Anleger den DAX nach oben drängen wollen. Entscheidend wird dann der Ausgang der EZB-Sitzung und das Wiederanstellen der Gaslieferung durch Russland sein. Am Donnerstag wird es zu einer deutlichen Marktreaktion kommen.

Einen übergeordneten Blick auf die Börse liefert der Artikel „Börse: Von Bitcoin und Gold profitieren“ (mehr erfahren). Die Zentralbanken haben die Kontrolle über die Geldpolitik verloren und nun werden Anleger Zuflucht in anderen Anlagemöglichkeiten suchen.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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