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Am Aktienmarkt setzt sich die Schwäche fort. Jeder noch so kleine Anstieg wird sofort wieder verkauft. Die 13.000 Punkte Marke ist erneut in die Ferne gerückt. Den Anlegern sind ihre Sorgen nicht zu verdenken. Besonders die Energiekrise, dass Ausbleiben von russischem Gas, könnte die Wirtschaft lahmlegen. Deshalb schwinden gerade an den Börsen die letzten Hoffnungen. Anleger könnten in den Panikmodus wechseln.

Ein wesentliches Problem in den letzten 10-15 Jahren ist das Aussitzen von Krisen gewesen. Welche Schieflage sich in der Welt zeigte, z.B. Immobilienkrise, Bankenkrise, Eurokrise, Klimakrise, Coronakrise, immer wurde mit viel Geld die Notlage übertüncht (mehr erfahren). In der Not wurden Unternehmen und Staaten gerettet. Wenn die europäischen Mittelmeerländer vor 15 Jahren verschuldet waren, dann sind sie es heute noch immer. Passiert ist in der Zwischenzeit nichts. Strukturelle Veränderungen würden zu einer Besserung führen, diese werden jedoch selten angegangen. Abwarten ist keine Lösung.

DAX, Tageschart, Stand 12.759 Punkte

Die aktuelle (Energie)Krise ist ebenfalls dem Abwarten geschuldet. In der langen Regierungsphase von CDU/SPD hat man es sich in Deutschland gemütlich gemacht und vom günstigen Gas aus Russland profitieret. Richtig wäre es gewesen zu diversifizieren. Auf mehrere Energieträger zu setzen und sich nicht von einem Lieferanten abhängig zu machen. Aber es gab ja keine Not, sondern, günstige (Minus) Zinsen. Der Staat hat die Hände in den Schoss gelegt.

Erst jetzt, wo die Zentralbanken das Problem der Geldentwertung nicht mehr vor den Bürgern kaschieren können, jetzt erst, rührt sich Widerstand in der Bevölkerung. Unternehmen und Bürger schauen gebannt auf die Inflationszahlen und lassen der EZB und der FED nicht mehr den Freiraum der letzten Jahre. Die Zeit des billigen Geldes ist vorüber. Die nicht gelösten Krise treten wieder in den Vordergrund.

Da auch die Coronakrise nicht gelöst wurde, es geht ja um mehr als nur Lockdown und Homeoffice, sondern das Häfen in Asien gesperrt sind und Lieferketten ins Stocken geraten, nehmen die Sorgen der Unternehmen (und die der Bürger) weiterhin nicht ab. Für die Investoren sind die Aussichten daher trüb. Die Konjunktur steuert schnurstracks auf eine Rezession zu.

Der DAX hatte zu Wochenbeginn die Gelegenheit, nach einer positiven Wochenkerze, etwas anzusteigen. Dafür sollte der Preisbereich bei 12.800 Punkten verteidigt werden, wie in der Wochenendanalyse „DAX-Ausblick: Geld fließt in Aktien“ geschlussfolgert wurde. Diese Marke ist heute früh jedoch unterschritten worden. Damit schwinden die Hoffnungen vieler Marktteilnehmer und der Blick ist nach Süden zu richten.

Short Signal ID 3276

Wie das obige Chartbild zeigt, hat der Index die blaue fallende Trendlinie nicht überspringen können. Damit rücken die letzten Tiefs wieder in den Fokus. Der DAX sollte, solange er nicht überzeugend über die Marke bei 12.920 Punkte ansteigt (blaue Linie), weiter nachgeben. Auf diese Marke gilt es jetzt zu achten.

Anleger richten bereits ihre Blicke auf das letzte Wochentief / Verlaufstief bei 12.390 Punkten. Dort wird wird sich entscheiden, ob der Panikmodus an der Börse aktiviert wird. Jeder Punkt unterhalb dieser Marke wird für einen Sell-Off sorgen und den DAX in einem Atemzug bis 11.700 Punkte sinken lassen.

Noch kann sich der Index retten, dann nämlich, wenn ein neues Wochentief vermieden wird und zusätzlich die Marke bei 12.920 Punkten zurückerobert wird. Doch die Zuversicht unter den Anlegern nimmt ab. Hedgefonds wetten auf sinkende Kurse und der Ausblick auf eine Energiekrise in Europa lässt Investoren einen Bogen um die Börse machen. Anleger sollten die Möglichkeit eines Panikverkaufs am Aktienmarkt im Hinterkopf behalten.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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