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An den Börsen fallen die Kurse stärker, als manch ein Anleger das für möglich gehalten hatte. Die Überraschung sind nicht die nachgebenden Preise, sondern das Verhalten der Aktionäre. Viel zu lange überwog die Überzeugung, dass Aktien alternativlos sein. Viele kauften Aktien, ohne nachzudenken.  Immer überwog die Haltung, dass sich mit Aktien leicht Geld verdienen lässt. All das kehrt sich jetzt um. Das Depot ist im Minus und optisch günstige Aktienkurse fallen einfach weiter.

Eine Aktienanlage ist eine Spekulation. Es ist ein Geschäft, bei dem der Ausgang nicht klar ist. Es ist also unsicher. Ganz anders war das Verhalten der Anleger in den letzten Jahren. Wer Aktien kaufte, der konnte zwischen etwas Plus oder sehr viel Profit auswählen. Immer mehr Anleger versuchten ihr Glück an der Börse, was wiederum die Nachfrage nach Aktien befeuerte. Für eine Zeitlang ging es nur aufwärts und es festigte sich der Gedanke, dass jeder Kursrückgang nur gekauft werden müsse, um bei der nächsten Rallye dabei zu sein.

DAX, Wochenchart, Stand 13.489 Punkte

Das Allzeithoch des DAX ist schon anderthalb Jahre her. Im November 2021 ging es mit Schwung bis auf 16.290 Punkte herauf. Anleger waren damals euphorisiert, weil sich mit Aktien so einfach Gewinne erzielen ließen. Auf die Bewertungen schaute kaum jemand. Auch Profis, wie Fondschefin Cathie Wood, kommen jetzt unter die Räder, da sie, wie die Privatanleger auch, die Vergangenheit in die Zukunft fortgeschrieben haben. Es sollte ganz anders kommen.

Die Sorgen der Anleger nehmen jetzt zu, da sich die ursprüngliche Annahme, dass Aktien alternativlos seien, in Luft auflöst. Wenn die Kurse fallen, dann weil mehr Anleger ihre Wertpapiere loswerden wollen, als Käufer vorhanden sind. Zudem erschreckt das Tempo, mit dem die Aktien auf den Markt geworfen werden. Am Mittwoch folgt die nächste Zinsanhebung der US-Notenbank FED. Bisher wurde mit 0,5% Prozentpunkten gerechnet. Am Markt kursieren bereits Gerüchte, dass auch ein größerer Schritt, nämlich um 0,75% möglich ist. Der Aktienmarkt würde solch eine Straffung mit einem Kursrutsch quittieren.

Short Signal ID 3256

Der DAX ist im Wochenchart klar unter die Unterstützungslinie bei 13.770 Punkte gerutscht. Dass dieser Rückfall mit einer satten Kurslücke stattfand, bestätigt die Schwere der Abwärtsbewegung. Im Moment machen besonders viele Marktteilnehmer einen großen Bogen um Aktien. Der Grund ist naheliegend. Die Weltwirtschaft steuert auf eine Rezession zu. In einem Umfeld schwacher Konjunktur wird es für die (Aktien)Unternehmen nichts zu gewinnen geben. Wer diesen Zusammenhang erkennt, der tritt schon heute die Flucht an.

Im Bereich bei 13.330 Punkten kann sich der DAX möglicherweise etwas stabilisieren, da sich an dieser Stelle eine ehemals verlassene Abwärtstrendlinie befindet. Dies ist jedoch in diesem Marktumfeld kein Muss. Solange der Index im Wochenchart unterhalb von 13.770 Punkten notiert, zeigen die Trendpfeile weiter abwärts. An den Börsen zeigt sich, dass trotz vieler medialer Aufrufe die Aktienkurse ganz anders verlaufen können, als sich das der durchschnittliche Anleger vorstellen mag. Dazu gehört auch die Tatsache, dass Aktien keineswegs alternativlos sind.

Wir verfolgen den DAX-Verlauf und veröffentlichen neue Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S: Kennen Sie den Trend an der Börse? (mehr erfahren)

 

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