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Die Börsen spielen verrückt, wenn man manch einem Anleger zuhört. Nichts ist mehr wie früher, so die gängige Meinung, als die Kurse wie von Geisterhand ständig anstiegen. Diese Wende an den Börsen ist wichtig und sollte unbedingt beachtet werden. Netflix und Amazon haben gezeigt, wie sehr ein Abverkauf die Kurse drücken kann. Nun folgt die Woche der nächsten Leitzinsanhebung durch die US-Notenbank FED. Die Anleger sind nervös, Käufer halten sich zurück und das birgt ein Risiko.

Die Kursgewinne können nicht mehr gehalten werden. Das ist eine deutliche Veränderung der Börsenlandschaft zu vergangenen Zeiten. Wann immer der DAX oder der Nasdaq sich stark zeigen wollen, erhalten die Indizes sofort die Quittung durch die Verkäufer. So auch in den letzten Handelstagen. Auf kaufende Marktteilnehmer folgen viel mehr Verkäufer, die ihre Chance genutzt haben, sich aus dem Aktienmarkt zu verabschieden Die herben Tagesverluste bei Netflix (-35 %) und Amazon (-14 %) sind klare Hinweise, dass Aktienkurse viel heiße Luft in sich bergen. Kursverluste können deutlich höher sein, als sich das manch ein Anleger vorstellt.

DAX, Tageschart, Stand 14.097 Punkte

Der Grund für die heftig nachgebenden Kurse sind schwächere Ergebnisse der Unternehmen. Viele können zwar noch Gewinne ausweisen, doch diese sind in der Regel nur Augenwischerei, denn meist läuft das Geschäft bereits schwächer, aber man konnte mit margenstarken Produkten noch gute Einnahmen erzielen. Oder aber man konnte die Kosten schneller drücken, als die Gewinne schmolzen. Anleger können jedoch eine Abkühlung der Konjunktur bereits aufziehen sehen, daran führt kein Weg vorbei, und in solch einem Umfeld gibt es für die Unternehmen nichts zu holen. Die Wende an den Börsen hat bereits begonnen.

Zum Wochenstart sollte der DAX sofort unter Druck geraten. Am Freitag bereits zeigte sich ein klarer Widerstand im Bereich 14.200 Punkte. Die Tageskerze ist ein Shootingstar und deutet auf die Kraft der Verkäufer in diesem Bereich hin. Die fallende blaue Linie wird für Verkaufsdruck sorgen und zu sinkenden Kursen führen. Das Börsenumfeld lädt nicht zum Aktienkauf ein und es ist besser, je früher die Anleger diese Situation erkennen.

Die neue Woche steht ganz im Fokus der nächsten Leitzinsanhebung der US-Notenbank FED. Sie wird nach Meinung des Marktes die Zinsen um 0,50 Prozentpunkte erhöhen. Sollte die FED die Marktteilnehmer überraschen wollen, und damit ihren echten Willen zur Inflationsbekämpfung ausdrücken wollen, dann wäre auch ein mutiger Schritt um 0,75 Prozentpunkte möglich. Anleger sollten immer wieder die Relation der Handlungen betrachten. Es ist unmöglich, eine Inflation von 7,4 Prozent mit Trippelschritten von jeweils 0,25 Prozentpunkten zu bekämpfen.  Es müssen schwerere Geschütze aufgefahren werden, was wiederum den Aktienanlegern nicht gefallen wird.

Short Signal ID 3228

Mangels Käufer sollte der Aktienmarkt in der neuen Woche wieder nachgeben. Unterhalb der fallenden blauen Trendlinie sollte der Preisbereich bei 13.870 Punkten erreicht werden. An dieser Unterstützungszone ist nicht von großer Kaufbereitschaft auszugehen, sodass ein Bruch dieser Marke wahrscheinlich ist. Die nächste Verkaufswelle sollte den DAX bis zum nächsten Kursziel bei 13.350 Punkten sinken lassen.

Die nächste Abwärtsbewegung wird zu klaren Verhältnissen am Aktienmarkt führen. Die Wende an den Börsen hat bereits begonnen. In einem Börsenumfeld mit Krieg, Corona, Inflation, Zinsanhebung, Konjunkturabkühlung und bald auch Rezession, wird es keine Chance auf Aktiengewinne geben.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S: Mit dem DAX-Trend zu mehr Erfolg (mehr erfahren)

 

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