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Für den Moment kann der DAX sein Niveau über 14.000 Punkten verteidigen. Überhaupt stehen die Börsen besser da, als es das Umfeld rechtfertigen würde. Noch klammern sich die Marktteilnehmer an die Zentralbanken, die ihnen all die Jahre mit billigem Geld geholfen und für eine Sicherheit ihrer Investitionen gesorgt haben. Doch diese Haltung bekam in der letzten Woche einen Riss. In der neuen Woche wird sich die EZB äußern und die Kurse in Bewegung setzen.

Es ist eine angespannte Situation in der Wirtschaft. Wenn Sie heute einen Geschirrspüler oder eine Waschmaschine brauchen, dann wird es ihr Lieblingsmodell vermutlich nicht geben, weil es an den berühmten Chips mangelt. Bei Autos und bei der Playstation kennt man diese Not ja schon länger, aber nun frisst sich dieser Mangel noch tiefer in den Alltag rein. Wenn an einer Stelle die Komponenten für die Produktion des Fertigproduktes nicht ankommen, dann stockt die Lieferkette.

DAX, Tageschart, Stand 14.283 Punkte

In einer Wirtschafts-Welt, die die echte Lagerhaltung schon lange aufgegeben hat, ist solch eine Situation brandgefährlich. Noch reißt dieser Chipmangel keine großen Löcher in die Bilanzen der Unternehmen, weshalb sich die Investoren noch nicht beunruhigt geben. Das liegt daran, weil sich die Hersteller auf margenstarke Produkte konzentrieren und ihre wenigen Chips in hochpreisige Waren einbauen. So fließt zunächst weiter Geld in die Kasse, obwohl das Verkaufsvolumen nachlässt. Naheliegend, dass diese Situation nicht von Dauer sein kann. Das böse Erwachen wird kommen.

In der neuen Woche geht es los mit der US-Berichtssaison, in der die Banken Quartalszahlen melden werden. Zusätzlich wird der EZB-Rat am Donnerstag zusammenkommen und den aufmerksamen Beobachtern irgendetwas Konkretes sagen müssen. Die EZB ist viel zu still. In einem Umfeld, in der die Geldwertstabilität so gefährdet (mehr erfahren) ist, siehe Inflationsdaten, müsste diese Organisation entschlossen hervortreten, sofern sie nicht den letzten Funken Vertrauen in ihre Arbeit verspielen will.

Der deutsche Aktienmarkt versucht das aktuelle Niveau zu verteidigen. Beim DAX ist das der Bereich um 14.000 Punkte. Im obigen Chartbild ist der Abprall an der fallenden blauen Trendlinie zu erkennen. Auch der Rutsch unter die rote horizontale Linie ist erfolgt und deutet auf Schwäche hin. Zwar fehlen bisher die starken Anschlussverkäufe, gerade wegen der noch zuversichtlichen Anleger, doch die Schwächen im Chartbild sind nicht zu ignorieren.

Short Signal ID 3216

In der neuen Woche sollte der DAX unterhalb von 14.370 Punkten verbleiben. Solange diese Bedingung erhalten bleibt, sind sinkende Kurse zu favorisieren. Weiterhin lautet das nächste Kursziel 13.900 Punkte. Kommt es zu einem Sprung über 14.370 Punkte dann wird bei 14.550 Punkten (blaue Linie) eine Richtungsentscheidung fallen müssen.

Aktuell zeigen sich die Börsen unbeteiligt, was die vielen Risiken im Markt angeht. Trotz des weiter andauernden Ukrainekrieges, des möglichen Gas-Lieferstopps durch Russland, des Kampfes gegen Corona in Asien und der ausufernden Inflationsgefahr, die Anleger halten weiter an ihren Aktien fest. Es kommt zu einem Stillstand an der Börse, der jedoch nicht von Dauer sein wird.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S: Es ist Ihr Geld (mehr erfahren)

 

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