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Eines der schwersten Aufgaben an der Börse ist das Einschätzen eines fairen Preises. Ist eine Delivery Hero Aktie für über 100 Euro noch günstig oder schon zu teuer gewesen? Wer damals gekauft hat, und seine Aktien noch behielt, der ärgert sich über seine Einschätzung. Wer rechtzeitig erkannt hat, dass Preise über 100 Euro nicht angemessen sind, der konnte seinen Gewinn realisieren und sein Kapital erhalten. Anleger geraten häufig in Not, weil sie zu lange an einem Wert festhalten.

Im Falle von Delivery Hero muss man beachten welche Assets das Unternehmen hat. Was gilt als Unternehmenswert, so wie man das bei Flugzeugen, Fuhrparks oder Produktionsgebäuden anderer Firmen kennt. Und hier wird es kompliziert. Wie in dem Artikel „Delivery Hero: Nur ein Essenslieferant“ geschlussfolgert wurde, ist hier wenig (Asset) Fleisch an dem Unternehmen. Umso genauer müssen Anleger bei einem Aktieninvestment hinsehen, wenn sie in solch einen spekulativen Wert investieren.

Delivery Hero, Tageschart, Stand 38,82 Euro

An der Börse wird häufig um den faireren Preis gestritten, da jeder Marktteilnehmer eigene Ansichten vertritt. Umso wichtiger ist es, dass jeder Anleger für sich eine realistische Einschätzung trifft. Wenn ein Unternehmen heute Verluste macht, weil es einen Plan hat, wie die Investitionen später zu Gewinnen führen werden, dann trauen Anleger diesem Unternehmen mehr zu. Vermutlich war das auch bei diesem Wert ein Grund, dass nämlich die Zukunft rosig werden könnte. Doch es darf nicht vergessen werden, dass es sich hier nicht um innovative Produkte oder andere Alleinstellungsmerkmale handelt. Es wird schlicht Essen ausgeliefert. Die Risiken sind daher zu beachten.

Der Kursrutsch seit dem Jahr 2021 geht weiter. Auch wenn manche Anleger auf eine Trendwende gehofft haben, bisher ist von einem Stabilisierungsansatz nichts zu sehen. Solange nicht die Kursmarke bei 51 Euro zurückerobert werden kann, bleibt der Abwärtstrend bestehen. Wie in der ursprünglichen Analyse kommuniziert, lautet das nächste Kursziel 30 Euro.

Anleger haben es schwer, wenn sie während eines Hypes in eine Aktie teuer investiert haben und diese Aktie dann im Preis ständig nachgibt. Erst will man nicht verkaufen und später traut man sich nicht mehr. Damit Anleger nicht in Not geraten ist es ratsam einen Plan zum Zeitpunkt der Positionseröffnung zu haben. Zu welchem Preis wird gekauft, wo liegt das Ziel dieses Trades (im positiven Fall) und wie sieht die Verlustbegrenzung aus. Es sollte immer einen Preis geben, an der eine Aktie schon bei kleineren Verlusten automatisch verkauft wird. Das hat den großen Vorteil, dass der Anleger dann nicht in einem schwachen Wert gefangen ist. Zusätzlich hat er sein Kapital zur Verfügung, mit dem er in andere Aktien investieren kann.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung und melden uns mit aktuellen Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S: Wie funktioniert die Börse? (mehr erfahren)

 

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