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An der Börse geht es turbulent her. Der DAX verliert viele Hundert Punkte. Man mag es kaum glauben, aber noch vor drei Wochen redeten die Marktteilnehmer über baldige neue Allzeithochs beim DAX. So schnell kann es am Aktienmarkt gehen. Wieder einmal zeigt sich, dass an der Börse Gewinne realisiert werden müssen, und dass Buchgewinne nicht von Dauer sind. Vor allem zeigt sich, dass die anderen beim Verkauf nicht zögern. Besonders wichtig: Die Kurse können viel tiefer sinken.

Der heutige Tag ist ein klarer Abverkauf. Sofort nach der Handelseröffnung wurde auf den Verkaufsknopf gedrückt. Die Mehrheit der Aktienmarkt Teilnehmer will raus aus den Aktien. Bereits in dem Artikel „DAX: Große Anleger verkaufen Aktien“ wurde auf diese Grundstimmung hingewiesen. Die Stimmung dreht und es sieht so aus, als sei in der Zukunft an der Börse nicht mehr zu gewinnen. Wer kann, der versucht sein Geld in Sicherheit zu bringen.

DAX, Wochenchart, Stand 15.087 Punkte

In solch einem Börsenumfeld kommt nun alles zusammen. Neulinge, die sich mit Aktien aufgesogen haben, weil andere auch am Aktienmarkt spekulierten. ETF-Anleger, die auch mal an der Börse gewinnen wollten und denen man gebetsmühlenartig wiederholt hat, dass diese Anlage sicher sei. Ist sie nicht, wenn der Markt fällt, dann sinkt auch der Kurs für das ETF. Wenn der Aktienmarkt unter Verkaufsdruck kommt, dann flüchten viele und das wiederum lässt die Kurse weiter absinken. Stopp-Loss Aufträge werden zu unlimitierten Verkaufsaufträgen.

Anleger, die auf Kredit Aktien gekauft haben, kommen nun in Schwierigkeiten. Entweder sie verkaufen ihre Aktien schnell und realisieren Verluste oder ihr Depot ist bereits im Minus und die Sicherheit (Wertpapiere) reicht nicht aus, um den Kredit abzusichern. Anleger müssen dann Geld nachschießen, was sie meist nicht haben. In solch einem Fall verkauft der Broker/die Bank die Aktien automatisch. In den USA waren Ende August 2021 Wertpapierkredite von unglaublichen 900 Milliarden USD im Umlauf. Die kommen jetzt unter Druck.

Short Signal ID 3158

Die jetzt begonnene Abwärtsbewegung ist heftig. Es handelt sich um einen Crash und je früher die Einsicht unter den Anlegern erwacht, umso besser. Der DAX hat in kürzester Zeit die Marke bei 15.000 Punkten erreicht. Übergeordnet, es handelt sich im obigen Chartbild um den Wochenchart, befindet sich der Index auf dem Weg zu seinem nächsten Kursziel bei 13.770 Punkten. Im Tageschart wird es manche Tage mit einer Aufwärtsreaktion geben, dennoch, der große Trend ist abwärts.

Die Börse ist keine Einbahnstraße. Irgendwann sind Aktien zu teuer. Anleger wollten trotzdem nicht auf das KGV achten, wollten nicht auf fundamentale Entwicklungen blicken, nicht auf die Zinswende eingehen und die Inflationsgefahr wurde überhört. Es war ausreichend Zeit zu handeln. Die meisten Marktteilnehmer jedoch übersahen die Risiken, jetzt ist der Crash da.

Wir verfolgen den DAX-Verlauf und veröffentlichen neue Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S: Wie funktioniert das Indikatoren-Trading? (mehr erfahren)

 

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