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An der Börse erhalten die Anleger eindeutige Hinweise, dass eine Zinswende bevorsteht. Die USA machen den Vorreiter. Noch ist es nicht so weit, doch die Kommunikation ist begonnen worden und wer diese Marktsignale richtig interpretiert, der verkauft seine Aktien. Am deutschen Aktienmarkt zögern die Anleger noch, weil die Europäische Zentralbank (EZB) bisher nicht handeln will. Doch dieses Zögern der Aktienanleger stellt sich nachträglich häufig als Fehler heraus.

Als Reaktion auf den Ausbruch der Finanzkrise (mehr erfahren) im Jahre 2008 haben die Zentralbanken die Geldschleusen extrem geöffnet. Zu diesem Zeitpunkt waren die Anleger an den Börsen jedoch noch verängstigt. Zu unsicher schien die Zukunft, zu wackelig die Lage der Banken. Markteilnehmer verweilten weiter im Panikmodus. Manche verkauften ihre Aktien, andere zögerten mit neuen Investments. Doch das Signal war herausgegeben. Die Zentralbanken würden mit viel Geld eine Stabilisierung der Lage erzwingen, koste es, was es wolle. Unendliche Liquidität überflutete daraufhin die Aktienmärkte und hob die Kurse und die Indizes an. Die Folge dieser Geldpolitik ist bekannt. Hohe Inflation ist jetzt zum Problem geworden.

DAX, Tageschart, Stand 15.883 Punkte

Jetzt erhalten die Anleger erneut ein Signal. Die US-Notenbank FED hat klargestellt, dass sie gegen die starke Inflation vorgehen wird (im Dezember 2021 bei 7%). Zinserhöhungen sind daher in diesem Jahr zu erwarten, auch wenn sie in kleinem Rahmen stattfinden werden. Die Zinswende wird kommen, die dann auch Folgeereignisse auslösen wird. Zinssensitive Anlageformen werden Zulauf erhalten und Aktien werden weniger attraktiv werden. Auch wenn die EZB noch zögert, sie kann eine größere Zinsschere zu den USA nicht lange verteidigen, da dann Anlagekapital in den US-Dollar-Raum abfließen wird.

Am Aktienmarkt haben die Marktteilnehmer an der Technologiebörse Nasdaq am zügigsten reagiert und ihre Aktien verkauft. Die dort gelisteten Unternehmen sind besonders stark auf Fremdkapital angewiesen und müssen bei höherem Zinsniveau mehr Geld für Kapital ausgeben. Das ist nachteilig für den Aktionär. In den USA scheinen die Marktteilnehmer das Signal der US-Notenbank FED erkannt zu haben. Der DAX gibt zwar auch etwas nach, jedoch bisher noch in einem kleineren Rahmen.

Anleger erliegen jetzt dem Irrtum, dass sie die baldige Zinswende ignorieren. Sie blicken auf die zurückliegende Entwicklung der Aktienmärkte und erhoffen sich eine Fortsetzung der Rallye. Sie wollen ihre Wertpapiere nicht verkaufen, obwohl sich übergeordnet die Aussichten für den Aktienmarkt eintrüben. Dieses Verhalten wird sich im Nachgang als Fehler herausstellen. Höhere Zinsen verstehen sich nicht mit einer Rallye am Aktienmarkt.

Schon in der abgelaufenen Woche hat sich gezeigt, dass auch das wirtschaftliche Potenzial der Unternehmen ausgeschöpft ist. US-Banken haben die aktuelle Berichtsaison eröffnet. Trotz vieler Gewinne, es reicht nicht mehr, um am Aktienmarkt die hohen Kurse zu rechtfertigen. Es sollte nicht verwundern, wenn weitere Unternehmen zwar gute Zahlen liefern, aber die Aktien mangels positiver Aussichten abverkauft werden.

Short Signal ID 3152

Der DAX hat den Rückwärtsgang eingelegt. Der Kursrückgang findet jedoch zögerlich statt, sodass auf zwei Schritte nachgebende Kurse, ein Schritt steigende folgen. Dieser kurze Anstieg im Rahmen der Abwärtsbewegung, einer Art Hoffnungsschimmer, verleitet die Anleger erneut an eine baldige Rallye zu glauben. Es werden schnell wieder Aktien gekauft, die dann, sobald der Index etwas ansteigt, von den Verkäufern gedrückt werden. In der neuen Woche kommt es gleich zu Wochenbeginn auf den Kursbereich bei 15.970 Punkten an. Verbleibt der DAX unter dieser Marke und damit innerhalb des Trendkanals, so lautet seine Richtung abwärts. Kurzzeitig sind dann 15.600 Punkte zu erreichen und nach einer kurzen Pause dann auch 15.400 Punkte (untere Begrenzungslinie des angesprochenen Trendkanals).

Gelingt ein Ausbruch auf der Oberseite des Trendkanals, dann befindet sich die Lage zunächst im neutralen Terrain. Mit einem Anstieg über den Kursbereich bei 16.030/40 Punkten würden sich die Marktteilnehmer kurzeitig des Verkaufsdrucks entledigen können.

An der Börse verleitet das Gehirn die Anleger zu Fehlern. Ein regelmäßiger Irrtum ist es, eine Trendwende am Aktienmarkt zu ignorieren. Obwohl Inflationsdruck für alle offensichtlich ist und obwohl die erste große Zentralbank (FED) mit der Zinswende beginnen wird, wollen Anleger noch immer nicht von ihren Aktien lassen. Dabei ist das Signal eindeutig.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S: DAX handeln mit dem Signal-Trading (mehr erfahren)

 

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