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Anleger wollen an der Börse an das Gute glauben. Diese Erwartungshaltung liegt in der Natur der Sache, denn steigende Kurse sollen zu Gewinnen führen. Dieser Wunsch eint die Masse der Marktteilnehmer. Doch jede Trendphase endet irgendwann und dann gilt es diesen Moment nicht zu verschlafen. Die Kursverluste im Monat September haben die DAX-Gewinne der letzten fünf Monate ausradiert. Diese massive Verschiebung der Kräfte erfordert nun ein entschiedenes Handeln.

Wohin der Anleger derzeit blickt, die Vorzeichen trüben sich an den Börsen ein. Die konjunkturellen Frühindikatoren zeigen bereits eine Abschwächung der Wirtschaft an. Der Mangel an Vorprodukten, wie bei Halbleiterchips, bremsen viele Branchen. Die Inflation wird zu einem Problem. Und inmitten dieses Sturmes steht der Anleger und glaubt weiter an das Gute. Die Kurse sollen wieder ansteigen, so wie sie das in der Vergangenheit gemacht haben. Doch diese Erwartungshaltung passt nicht mehr in die aktuelle Zeit. Börsenkurse sind vornehmlich durch die übergroße Liquidität von Geld durch die Zentralbanken gestiegen. Unternehmen haben von billigen Finanzierungsbedingen und staatlichen Hilfen und Aufträgen profitiert. All das neigt sich dem Ende zu und daher gilt es jetzt besonders vorsichtig zu sein.

DAX, Tageschart, Stand 15.156 Punkte

Dadurch, dass die Inflation außer Kontrolle gerät verlieren die Zentralbanken an Glaubwürdigkeit. Sie können nicht mehr so weitermachen wie bisher und dem Markt Liquidität zur Verfügung stellen. Ohne die Hilfe der Zentralbanken geht den Aktienmärkten die Puste aus, wie in dem Artikel „DAX: Mit Tapering keine Aktienrallye“ beschrieben wurde. Der jetzige Moment ist also grundlegend anders als die früheren Kursrückgänge an den Börsen. Diesmal sind die Verkäufer deutlich im Vorteil und sie werden ihre Chancen nutzen.

Beachtenswert ist die Stärke der Kursverluste in den letzten Wochen. Die Gewinne der letzten fünf Monate wurden in sehr kurzer Zeit ausradiert. Anfang Mai notierte der DAX bei 15.191 Punkten (jetzt bei 15.156) um dann mühselig über Monate hinweg bis zu seinem Allzeithoch bei 16.030 Punkten (am 13. August) anzusteigen. All diese zwischenzeitlichen Kursgewinne sind dann in wenigen Wochen weggewischt worden. Wer noch immer auf bessere Zeiten wartet, der riskiert seine Buchgewinne zu verlieren. Wer sich im Überschwang in der Nähe des Allzeithochs zu Aktienkäufen hat hinreißen lassen, der muss nun mit Verlusten kämpfen.

Short Signal ID 3080

Der DAX hat am Freitag eine Gegenbewegung auf seine Kursverluste einstreuen können, nachdem der Index bei 15.000 Punkten auf Kaufinteresse gestoßen ist. Dieser Anstieg ist nur vorübergehender Natur. Der Index sollte sich nun entlang der steigenden blauen Linie etwas ausbalancieren. Unterhalb von 15.306 Punkten sind die Trendpfeile abwärts gerichtet. Fällt der Index unter die grüne Linie auf 15.133 Punkte zurück, dann beschleunigt sich die Abwärtsbewegung. Einen erneuten Test der Unterstützungslinie bei 15.000 Punkten sollte dann nicht mehr zu verteidigen sein. Ein Bruch dieser Linie wird dann den DAX bis auf 14.850 Punkte sinken lassen.

Die Aussichten an den Börsen trüben sich ein. Noch hat die neue Berichtsaison nicht begonnen, die weitere negative Überraschungen bereithalten sollte. Anleger werden erkennen müssen, dass sie zu hoch spekuliert haben. Unternehmen werden die an sie gesteckten Erwartungen nicht erfüllen können, was sich auf die Stimmung an den Aktienmärkten auswirken wird.

Anleger sollten jetzt den Moment des Wandels nicht verschlafen. Der Kursrutsch von 1.000 Punkten in den letzten Wochen könnte sich als erster Kursrückgang von weiteren herausstellen.

Wir verfolgen den DAX-Verlauf und veröffentlichen neue Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S: Signal-Trading im September. Sehen Sie hier die Performance

 

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