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Die Anleger an den Börsen geben sich vordergründig beruhigt. Der DAX kann zulegen. Doch unter der Decke sieht es ganz anders aus, denn an Gründen für die Unsicherheit am Markt mangelt es nicht. Geht Evergrande nun pleite, druckt die FED weniger Geld und wird die Politik für Unsicherheit sorgen, sind einige Fragen, die die Anleger beschäftigen. Trotz des Kurszuwachses am Aktienmarkt, die laufende Aufwärtsbewegung ist nicht von Dauer.

Der Kurseinbruch am Montag steckt vielen Marktteilnehmern noch in den Knochen. Kaum zu glauben, dass zwischen dem DAX-Tageshoch am Freitag und dem Tagestief am Montag satte 772 Punkte liegen. Da waren echte Verkäufer am Werk. Was war geschehen? Wie die Teilnehmer am Aktienmarkt schon seit einiger Zeit wissen, aber bisher nicht wahrhaben wollte, wankt der chinesische Immobilienriese Evergrande. Laut Medienberichten soll der Evergrande-Konzern zwei am Donnertag fällige Zahlungen geleistet werden können. Die Anleger atmen auf, was jedoch etwas irritierend ist, da es sich um eine Summe in Höhe von ca. 100 Millionen USD handelt, während der Konzern einen Schuldenberg von 300 Milliarden USD vor sich hinschiebt.

DAX, Tageschart, Stand 15.477 Punkte

Eine weitere Baustelle für die Anleger ist die Geldpolitik der US-Notenbank FED. Sie kam gestern und heute zusammen, um zu beraten. Sie verkündet ihre Ergebnisse heute Abend um 20 Uhr. Es ist mit einer Marktreaktion zu rechnen. Die Inflation ist stur und will nicht verschwinden, wie sich das die Währungshüter wünschen. Um glaubhaft zu bleiben, sollte ein Signal verkündet werden, wie man das Tapering, also das Zurückfahren der Anleihekäufe, angehen will.  So ein Schritt würde den Marktteilnehmern an den Aktienmärkten nicht schmecken.

Der DAX befindet sich nach seinem Kurseinbruch am Montag innerhalb einer Aufwärtsbewegung, die als Korrektur gewertet wird. Wie im obigen Chartbild zu erkennen ist, ist diese Phase schon weit vorangeschritten. Es besteht noch ein Restpotenzial bis in den Bereich bei 15.502 Punkten (grüne Linie). Spätestens an dieser Marke sollten sich die Verkäufer wieder melden. Kommt der Index an der angesprochenen Widerstandslinie nicht voran, dann wird wieder Unsicherheit aufkommen. Anders als die Medien verkünden, sind die Börsen weiterhin deutlich überbewertet und es braucht noch einige Zeit, bis die Kurse nachgeben. Eine neue Abwärtsbewegung sollte erneut das Verlaufstief bei 15.019 Punkten erreichen. Ein Unterschreiten dieser Marke würde den DAX bis 14.850 Punkte nachgeben lassen.

Short Signal ID 3072

Noch etwas im Hintergrund befindet sich das Thema Bundestagswahl. Sie findet am kommenden Sonntag statt. Es wird spannend werden, wie schnell Koalitionsverhandlungen abgeschlossen werden können. Kommt es zu einer zähen Phase, dann steht Deutschland erst einmal ohne Regierung da. Manch ein Marktteilnehmer könnte diese Aussicht (Wahlausgang, schwierige Koalitionsbildung) als Grund für frühzeitige Wertpapierverkäufe nehmen. Erst einmal abwarten, wäre das naheliegende Motto.

Auch wenn der DAX gestern und heute ansteigen kann, es gibt keinen Grund für große Zuversicht. Viele Beteiligte wissen, dass Evergrande weiterhin ein Problem darstellt und das die FED-Notenbank das Tapering angehen muss. Für Unsicherheit ist am Markt gesorgt.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S: Dem Trend folgen. Mit dem Indikatoren-Trading klappt’s (mehr erfahren)

 

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