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Manch ein Anleger muss heute zweimal auf die DAX-Tafel blicken. Derselbe DAX, der heute früh bei 15.790 Punkten notierte, fällt mit großen Schritten unter die Marke bei 15.500 Punkten. Welch eine Wucht! Die Verkäufer machen Nägel mit Knöpfen und lassen die Anleger aus dem Aktienmarkt flüchten. Je tiefer die Preise sinken, umso mehr Anleger drücken auf den Verkaufsknopf. Panik macht sich breit. Wird China tatsächlich den Riesen Evergrande über die Klinge springen lassen?

Am Aktienmarkt waren die Preise überhitzt und der DAX brauchte dringend eine Korrektur. Sinkende Kurse sind daher keine Überraschung. Wie der Kursverlauf in dieser Woche zeigt, gestaltete sich das Öffnen das Schleußen etwas schwieriger. Die letzten Tage wurde ein Abverkauf vermieden, da heute Hexensabbat ist. Das ein Verfalltag auf Optionen und Aktien. Es macht den Eindruck, als haben die großen Player die Kurse bis zum Abrechnungstag stabilisieren können. An solchen Tagen erkennt der Privatanleger wieder einmal, wie wenig er auf das Börsengeschehen Einfluss hat. Er ist ein kleiner Fisch im Haifischbecken (mehr erfahren).

DAX, Tageschart, Stand 15.499 Punkte

In der letzten Wochenendanalyse „DAX-Ausblick: Ist Evergrande die neue Lehman?“ wurde das folgede Kursziel kommuniziert. Es hieß:

Es ist wahrscheinlich, dass in Kürze die Marke bei 15.502 Punkten angesteuert wird.

Dieses Kursziel ist am heutigen Tag erreicht worden. Das Besondere ist die Wucht, mit der die Kurse nachgeben. Es geht ohne Luftholen steil und hitzig abwärts. Panik liegt in der Luft. An der Börse beißen bekanntermaßen die Letzten die Hunde. Wer sich nicht rechtzeitig um das Verkaufen seiner Anteile kümmert, der kommt in Schwierigkeiten, wenn alle Marktteilnehmer zeitgleich zum Ausgang rennen. So auch heute.

Besonders die Schieflage bei dem chinesischen Konzern Evergrande macht den Anlegern Kopfzerbrechen. Manch einer hofft ja noch auf ein „to big to fail“ Szenario, nachdem ein solch großes Unternehmen nicht pleite gehen kann, da der Staat rettend zur Hilfe eilen wird. Doch da könnte sich manch ein Anleger täuschen. Fast schon ideal wäre solch ein Scheitern, um die Schuldenorgie im Land zu bremsen. China ist gerade dabei bei vielen Konzernen aufzuräumen. Da passt eine, womöglich kontrollierte, Pleite eines Riesenkonzerns in das Bild.

Marktteilnehmer werden den heutigen Schock am Wochenende verdauen müssen. Eine Korrektur nimmt Formen an und wird den Index auf tiefere Ebenen schicken. Wir werden am Wochenende einen neuen Ausblick veröffentlichen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S: Hier sind die letzten Tradingsignale auf den DAX (mehr erfahren)

 

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