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Die Anleger am Aktienmarkt halten sich auffällig zurück. Der DAX notiert weiterhin an der 15.600 Punkte Marke. Zu viele Anleger sind optimistisch eingestellt, sind investiert und warten auf steigende Kurse. Dies führt zu einer Bremswirkung im Markt, weil es in solch einem Umfeld an neuen Käufern fehlt, die die Kurse treiben könnten. Nach all den medialen Aufrufen sind besonders Privatanleger all-in und drücken fest die Daumen für eine Fortsetzung der Rallye.

Marktteilnehmer können sich aussuchen, aus welcher Ecke die Probleme auf den Aktienmarkt zukommen könnten. Es mangelt keinesfalls an Risiken. Die Inflation ist ein Dauerthema. Aber auch die wirtschaftliche Entwicklung und die Lage am Arbeitsmarkt sind wichtige Faktoren, die beachtet werden müssen. Geht es dem Arbeitsmarkt gut, weil es der Wirtschaft gut geht, dann braucht es wohl keine geldpolitischen Stimulationen seitens der Zentralbank mehr. Das würde die Stimmung der Anleger eintrüben. Gleichzeitig könnte eine positive konjunkturelle Entwicklung mit steigenden Preisen einhergehen (Inflation). Die Zentralbank müsste dann mit Zinsanhebungen reagieren, was auch nicht im Sinne der Investoren ist. Vorsicht ist daher angebracht.

DAX, Tageschart, Stand 15.607 Punkte

Nach einer langen Phase des Kursanstiegs im DAX scheint die Kraft aus dem Index gewichen sein. Insbesondere die Rekordlaune der US-Indizes hebt die Schwäche am deutschen Aktienmarkt hervor, da das Tempo der US-Rallye nicht mehr mitgegangen wird.

Auffallend ist, dass fast alle Hoffnungen auf steigende Börsenkurse bereits eingepreist sind. Corona ist (gefühlt) zu Ende. Urlaubssaison ist eröffnet, Läden auch, dem Konsum steht nichts mehr im Weg. Dieser Nachfrageschub soll Unternehmen zu mehr Umsatz und Gewinn führen, wovon wiederum die Aktienkurse profitieren sollen. Aber auch dieser Wunsch steht auf wackligen Beinen, weil die Anleger diesen Kursanstieg schon im Frühjahr bereits eingepreist haben. Die Börsenkurse notieren am Zenit.

Der DAX sollte in der neuen Woche unterhalb der Marke von 15.649 Punkten (lila Line) nach Süden drehen. Erneut steht dann ein Test der wichtigen Unterstützungslinie bei 15.502 Punkten (grüne Linie) aus. Diesmal sollte eine Verteidigung dieser Marke nicht mehr gelingen und der DAX nach unten durchbrechen. Sobald dann der Index auch unter 15.426 Punkte fällt, zeigen alle Trendpfeile nach Süden (mehr erfahren).

Shortsignal ID 3001

Notierungen unterhalb von 15.502 Punkten aktivieren das nächste Kursziel bei 14.850 Punkten. Diese Zone ergibt sich aus den beiden Tiefs im März dieses Jahres. Nur ein Sprung über die lila Linie würde sinkende Kurse unwahrscheinlich machen. Umso mehr kommt es auf den Start in der neuen Woche an, in der es schnell zu einer Richtungsentscheidung kommen wird. Achten Sie auf die genannten Marken.

Sowohl Unternehmen als auch die Börsenkurse, sie alle leben von der Geldflut der Zentralbanken. Es ist schwer zu glauben, dass dieser paradiesische Zustand für immer aufrechterhalten werden kann. Manch ein Anleger kann nun auf die Idee kommen, vor der Ergebnissaison seine Gewinne zu realisieren. Besonders die Stagnation des DAX in den letzten Tagen und die damit sichtbare Schwäche am deutschen Aktienmarkt mahnen zur Vorsicht.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung und melden uns mit den nächsten Kurszielen für den DAX. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Wachstum über alles, auch wenn die Umwelt dabei leidet (mehr erfahren)

 

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