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Der Aktienmarkt zeigt sich von den kürzlich thematisierten Unruhen unbeeindruckt. Weder scheint die Anleger die Knappheit bei Vormaterialien zu beängstigen, die schon bei manchen Unternehmen zu Produktionskürzungen geführt haben, noch ist die Inflationsangst sichtbar, die in den Medien angesprochen wurde. Dennoch ist eine Zurückhaltung am Markt spürbar. Sobald die Kurse über 15.502 Punkte ansteigen, nimmt die Abgabebereitschaft der Marktteilnehmer zu.

Die Woche startete mit einem Feiertag, was häufig mit einer positiven Grundstimmung einhergeht. Die Kurse, und der außerbörslich errechnete DAX, stiegen daher. Gestern folgte dann das Allzeithoch an der Präsenzbörse, was die Laune der Anleger noch etwas erhöhte. Doch als es so aussah, als könnte der Index den Widerstandsbereich bei 15.502 Punkten hinter sich lassen, da folgten Abgaben. Die Luft scheint über diesem Preisbereich dünn zu sein und das zeigt sich an dieser Entwicklung. Für einen Ausbruch fehlt den Käufern die Kraft.

DAX, Tageschart, Stand 15.526 Punkte

Für ein paar Tage dominierte der Crash am Kryptomarkt (mehr erfahren) die Nachrichten. Die digitalen Währungen erholen sich gerade von ihren Tiefs. Das Inflationsthema ist zwar etwas in den Hintergrund geraten, doch die Ursachen lassen sich nicht verstecken. Besonders die Knappheit an Vormaterialien für die Herstellung von Endprodukten, der aktuelle Mangel an Arbeitskräften, plus die große Nachfrage der Konsumenten nach Corona zeigen bereits an, dass die Preise einem Aufwärtsdruck unterliegen.

Dies könnte ein Grund dafür sein, warum sich Aktienanleger über den Widerstandsbereich bei 15.502 Punkten zurückhalten. Sie wissen, wenn die Unternehmen die zusätzlichen Kosten auf die Endpreise draufschlagen, dann wird das allgemeine Preisniveau ansteigen. Ziehen die Kennzahlen für die Inflation an, dann werden die Zentralbanken bei ihrer hemmungslosen Geldpolitik auf die Bremse treten müssen. Solch ein Vorgehen ist von Nachteil für den Aktienmarkt, der sich an das billige Geld gewöhnt hat, wie ein Süchtiger an seine Droge.

Der DAX kämpft weiterhin mit der Widerstandszone bei 15.502 Punkten. Es kam zwar am gestrigen Vormittag zu einem Ausbruch, der dann jedoch wieder verkauft wurde. Auch heute früh beginnt der Index positiv und über diesem Bereich. Interessanterweise häuft sich dieses Muster. Anleger hoffen zunächst auf einen steigenden Markt, doch dieser Wunsch erfüllt sich nicht. Damit steht auch der aktuelle Sprung über die genannte Widerstandsmarke (grüne Linie) unter Vorbehalt. Solange der DAX nicht über 15.570 Punkte (gestrichelte Linie) klettern kann, sollte die gestrige Abgabebereitschaft wieder in Erscheinung treten.

Short Signal ID 2981

Ein Kursrückgang unter 15.502 Punkte würde erneut den Verkäufern in die Karten spielen, da dann die Not der Käufer deutlich wird. Oberhalb dieser Marke wäre die Luft für eine Fortsetzung des DAX-Anstiegs gering. In der Folge kann mit Gewinnmitnahmen gerechnet werden, die den Index zunächst bis in den Bereich bei 15.280 Punkten sinken lassen sollten. Ein Rückfall unter diese Zielmarke würde Abwärtspotenzial bis 14.850 Punkten freimachen.

Im Moment ist die Sorglosigkeit wieder zurück am Aktienmarkt. Fast schön täglich starten die US-Futures im grünen Bereich, was die Laune der Anleger hebt und für steigende Kurse auch am deutschen Aktienmarkt sorgt. Ob sich der DAX jedoch oberhalb der Kursmarke von 15.502 Punkten dauerhaft halten kann, muss sich erst noch im Tagesverlauf zeigen.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung und melden uns mit neuen DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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