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An der Börse bleibt eine Richtungsentscheidung weiter aus. Der DAX bewegt sich volatil, aber unter dem Strich steckt der Index in einer Stauzone fest. Mehrfach schon kam der Index unter heftigen Verkaufsdruck, konnte sich jedoch wieder fangen. Die Käufer hoffen auf ein starkes Wirtschaftswachstum durch die beginnenden Lockerungen. Die Verkäufer weisen auf Inflationstendenzen hin. Beide Seiten bauen Druck auf, die sich in Kürze entladen wird.

Dafür, dass der Mai ein schwacher Börsenmonat ist, hält sich der deutsche Aktienmarkt bisher wacker. Mit den sinkenden Infektionszahlen kommen nun der Tourismus und der stationäre Handel in Gang. Die Schulen öffnen wieder für den Regelbetrieb. Die Menschen empfinden wieder etwas Normalität und hierauf hoffen die Anleger an den Aktienmärkten. Sie wünschen sich nun eine Explosion der aufgestauten Konsumwünsche. Dieser Teil spricht für die Aktienkäufer.

Wenn aufgrund der Lockerungen plötzlich zu viel Nachfrage auf ein gleichbleibendes Angebot trifft, dann steigen die Preise schnell. Hinzukommt, dass auch in der Herstellung von Waren gerade eine Knappheit herrscht (z. B. Holz, elektronische Chipteile), die preistreibend wirken. In Kürze werden somit die Preise bei Waren und Dienstleistungen einen großen Schritt machen und sichtbare Inflation wird dann auch in der Realwirtschaft ankommen. Vor dieser Entwicklung haben die Anleger Angst. Dieser Teil spricht für die Aktienverkäufer.

DAX, Tageschart, Stand 15.437 Punkte

Der unglaubliche Kursanstieg der Börsenkurse nach dem Coronacrash im Frühjahr 2020 spricht zunächst für die Aktienkäufer. Dieser gibt den Marktteilnehmern eine Zuversicht, weshalb sinkende Kurse sofort mit Wertpapierkäufen beantwortet werden. Mit Blick auf die Kursentwicklung des DAX im letzten Jahr sind die Käufer daher im Vorteil.

Doch viel von den Kursgewinnen an den Börsen kommt allein durch die Hilfe der Staaten und die der Zentralbanken zustande. An dieser Stelle setzen die Verkäufer an. Mit jeder weiteren Hilfe wird die Geldmenge aufgebläht, was die Inflationsgefahr erhöht. Zeigt sich die Teuerung deutlich, dann bleibt den Zentralbanken nichts anderes mehr übrig, als ihre Eingriffe in den Markt zurückzufahren. Und die erfahrenen Investoren wissen, ohne die Hilfe der Zentralbanken sind höhere Börsenkurse kaum möglich.

Der DAX befindet sich weiterhin zwischen den Begrenzungslinien bei 14.850 Punkten (rot) und 15.502 Punkten. Hier herrscht eine Stauzone, die nun an Brisanz gewinnt. Mit Wucht geht es in die eine und in die andere Richtung. Die Geschwindigkeit ist enorm, mit der hier schnell 550 Punkte zurückgelegt werden. Auf beiden Seiten gab es einen Intraday Fehlausbruch, was die Besonderheit dieser Marken verdeutlicht. Beide Marktgruppen wollen ihre Zonen nicht aufgeben.

Short Signal ID 2979

In der neuen Woche sollte der DAX an der oberen Widerstandslinie abprallen und dann den Weg nach Süden an die rote Linie aufnehmen. Für kurzfristig orientierte Anleger haben sich hier zwei wertvolle Marken herauskristallisiert. An der unteren lässt sich kaufen und an der oberen wieder verkaufen (und umgekehrt). So lässt sich in kurzer Zeit ein ansehnlicher Profit erzielen. Diese Handlung der Marktteilnehmer führt jedoch auch dazu, dass dem DAX an der oberen Linie die Kraft ausgeht und an der unteren, meist in größter Not, Käufer auftreten.

Der Crash am Kryptomarkt zeigt gerade, wie schnell die Masse die Seiten wechselt. Erst kürzlich wurden noch Rekordstände bei Bitcoin und Co. gefeiert und nun sieht die Welt ganz anders aus. Am Aktienmarkt ist ein plötzlicher Sinneswandel ebenfalls möglich. Ein Tagesschlusskurs außerhalb des Seitwärtskanals sollte Beachtung finden. Die Unsicherheit unter den Anlegern nimmt zu. Eine Seite wird die Nerven verlieren.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung und melden uns mit neuen DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Die Angst der Anleger vor Delflation und Inflation (mehr erfahren)

 

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