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Der DAX ist in dieser Woche nichts für schwache Nerven. Schwächeanfälle und Muskelspiele wechseln sich ab. Die Folge ist eine starke Volatilität an den Börsen, die schon in Kürze eine Entscheidung verlangt. Solch starke Kursschwankungen sind meist ein Vorbote für eine größere Bewegung. Obwohl die Anleger ihr Augenmerk auf das Thema Inflation gelegt haben, wird letztendlich der Markt entscheiden, wie es weitergeht. Auf folgende Marken ist zu achten.

Der 400 Punkte Anstieg am gestrigen Tag fällt komplett aus dem Rahmen. Das Korrekturziel wurde bei 14.800 / 14.850 Punkten erreicht, wie in der Wochenendanalyse „DAX-Ausblick: Die Nerven liegen blank“ prognostiziert wurde. Damit war zunächst von einer technischen Reaktion auszugehen, aber was sich gestern an Bullenpower gezeigt hat, das passt gar nichts ins Bild. Die Handelscomputer liefen heiß, und mit jedem weiteren Kursplus folgten noch mehr Computer und drängten den DAX auf neue Tageshochs. Mit Vorsicht ist dieser Anstieg zu interpretieren, weil das Handelsvolumen an einem Feiertag gering ausfällt. Erst in der neuen Woche wird sich zeigen, wie es mit den Kräften am deutschen Aktienmarkt wirklich aussieht.

DAX, Tageschart, Stand 15.367 Punkte

Das alleinige Thema, auf das sich die Anleger derzeit konzentrieren, ist die Inflation. Dabei stellen sich die immer gleichen Fragen: steigen die Preise schnell oder nicht? Steigen die Preise weniger stark als erwartet oder gibt die Preisentwicklung einen Hinweis darauf, wie die zukünftige Handlung der US-Notenbank FED aussehen könnte? Dabei wird es besonders abstrus. Anleger freuen sich, wenn Konjunkturdaten schlecht ausfallen (was gegen die Politik der Aktienanlage spricht), weil sie dann davon ausgehen, dass der Inflationsdruck ausbleibt und die Notenbank nicht die Zügel anzieht.

Der DAX befindet sich gerade in einer Pattsituation. Durch die heftigen Kursbewegungen der letzen Tage zeigt sich nun ein finaler Kampf zwischen den Käufern (Bullen) und den Verkäufern (Bären). Eine Seite wird sich durchsetzen und damit die nächste größere Bewegung in Gang setzen. Das obige Chartbild hilft, diese Lage besser zu interpretieren.

Sofern die Anleger die sinkenden Kurse der letzen Tage als Korrektur einstufen und damit von einer Kaufgelegenheit ausgehen, sollte der DAX schon bald wieder das vorherige Allzeithoch bei 15.500 Punkten in Angriff nehmen (grüne Linie). Ein Ausbruch über diese Marke würde neues Anstiegspotenzial für steigende Kurse eröffnen.

Anders hingegen, wenn sich die gestrige (außergewöhnliche) Marktreaktion als nicht nachhaltig herausstellt. In diesem Fall kommt es schon bald zu einem erneuten Test des letzen Verlaufstiefs bei 14.816 Punkten (rote Linie). Ein Bruch dieser Unterstützungslinie würden den Weg für eine größere Abwärtsbewegung freigeben.

Das kurzfristige Bild werden wir am Wochenende analysieren und den Ausblick für die kommende Woche veröffentlichen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Ist Kryptogeld auch Geld? (mehr erfahren)

 

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