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Der DAX zeigt sich stark. Diese Performance lenkt naheliegenderweise das Interesse vieler Menschen auf den Aktienmarkt. Vielleicht kennen Sie jemanden aus Ihrem Umkreis (Familie, Freude, Kollegen), der nun vom Aktienfieber gepackt wurde und Sie ständig nach Rat fragt. Immer mehr Menschen wollen ihren Job an den Nagel hängen, weil man mit Aktien viel schneller und viel mehr Geld verdienen kann. Zum Ende einer Börsenhausse kommt es zur Übertreibungsphase und das feuert die Kurse noch einmal an.

Je höher Aktienkurse ansteigen, umso stärker ist ihre Anziehungskraft für neue Käufer. Sie sehen die Kurse davoneilen, sehen, wie andere mit Leichtigkeit schnell Profite erwirtschaften. Das Thema Aktien ist jetzt wieder überall anzutreffen. Heiße Tipps und unterbewerte Papiere werden herumgereicht. Die sogenannte Gier überkommt die Marktteilnehmer. Auch die Unternehmen lassen sich von einer Phase stark steigender Notierungen anstecken. Sie treffen dann Entscheidungen, die sich in der Zukunft als nicht sinnvoll erweisen.

Diese Woche stellte VW einen Zukunftsplan vor, der die Zauberworte Elektroantrieb und Batteriewerke beinhaltete. Anleger geraten bei diesen Schlüsselworten aus dem Häuschen, weil sie sich enorme Kurssteigerungen ausmalen. Ob sich diese Zukunftsvisionen nur annährend erreichen lassen, und ob das vorschnelle Ende von Verbrennungsmotoren eine kluge Entscheidung ist, wird sich noch zeigen müssen. VW war in dieser Woche eine besonders auffallende Aktie, die durch ihren steilen Kursanstieg den DAX zu Rekorden angetrieben hat.

DAX, Tageschart, Stand 14.621 Punkte

Die aktuelle Börsenentwicklung ist einem Außenstehenden kaum zu vermitteln. Obwohl die Menschheit unter den Auswirkungen der Coronakirse leidet, und sich eine dritte Welle bereits ankündigt, scheint diese Krise an den Aktienmärkten vollkommen abzuprallen. All die Auswirkungen auf Gastronomie, Hotel, Reise- und Luftfahrt, auf Einzelhandel und andere Branchen, all das wird von den Anlegern ignoriert. Wie lange kann das gut gehen?

Bisher konnten schwere Auswirkungen auf die Unternehmen unterbunden werden. Staaten eilen mit vielen Milliarden den Unternehmen zur Hilfe. Viele wurden mit vorübergehenden Stützungsmaßnamen wie Kurzarbeitergeld vor einer Schieflage bewahrt. An der Börse blieben daher Pleiten aus. Ganz im Gegenteil, die Nachfrage nach Aktien wurde durch Konsumschecks und Coronahilfen für die Bürger noch angefeuert. Diese Hilfen gab es nur auf Kosten einer höheren Verschuldung der Staaten. Die Angst vor Inflation geht jetzt um (mehr erfahren).

Der DAX sträubt sich bisher gegen sinkende Kurse. Zu sehr erwarten die Marktteilnehmer weiter steigende Notierungen. In der neuen Woche kommt es sofort auf den Preisbereich bei 14.590 Punkten an. Unterhalb dieser Marke fällt der DAX wieder unter die grüne Trendlinie zurück, wie es im obigen Chartbild zu erkennen ist. Damit eröffnet sich, auch im Stundenchart, Abwärtspotenzial. Der Index hat dann Platz, seinen überkauften Zustand abzubauen und bis in den Bereich bei 14.132 Punkten abzutauchen.

Short Signal ID 2935

In der Übertreibungsphase ist den Anlegern mit Rationalität und besonnenen Argumenten nicht beizukommen. Alle wollen schnell reich werden, was den flotten Anstieg der Indizes erklärt. Alle sind sich sicher, das Geheimnis des Aktienmarktes gelüftet zu haben. In dieser Phase werden Wertpapiere ohne eine fundamentale Bewertung gekauft. In der Regel ist das der Moment, an dem die Anleger überteuerte Aktien erwerben.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung und melden uns mit neuen DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Wie entsteht eine Blase am Aktienmarkt (mehr erfahren)?

 

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