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Der DAX beginnt die Woche stark, was die Anleger sofort Morgenluft wittern lässt. Sie machen ihre Hoffnung auf steigende Kurse jedoch allein an der Renditeentwicklung zehnjähriger US-Staatsanleihen fest. Das ist viel zu wenig für einen stabilen Aktienmarkt. Im Kern sind überzeugte Käufer rar. Anleger sind nicht mehr überzeugt, dass Aktien eine blendende Zukunft haben. Sie zweifeln an den Aussichten und manche zögern nicht, ihre Wertpapiere auf den Markt zu werfen.

Das Niveau des Aktienmarktes ist viel zu hoch, als dass sich jetzt neue Anleger zum Wertpapierkauf entschließen würden. Soweit das Auge reicht, sind die Preise für Aktien einfach zu teuer. Da hilft es auch nicht, ständig auf die mangelnden Alternativen hinzuweisen. Das ist so ähnlich, wie die Immobilienkäufer überteuerte Häuser oder Wohnungen kaufen, weil die Darlehenszinsen günstig sind (mehr erfahren). Teuer bleibt der Einkauf dennoch. An der Börse hat sich die Rallyebewegung der letzten Jahre in die Köpfe gebrannt. Da sind so Plustage wie gestern irritierend. Sie verleiten die Käufer zu einer positiven Marktinterpretation, obwohl sich die Trendrichtung dreht.

DAX, Tageschart, Stand 14.026 Punkte

Für den Wochenbeginn wurden steigende Kurse bis in den Bereich bei 14.000 Punkten in Aussicht gestellt, sofern es dem DAX gelingen sollte, über 13.790 Punkte zu klettern. Gleich zum Start der Woche zauberte der Index eine große Kurslücke in das Chartbild. Der Monatsanfang bringt häufig reges Interesse für Aktien mit sich. Die Privatanleger erhalten Gehalt, welches sie investieren wollen. Fonds erhalten neues Geld ihrer Sparer, das sie ebenfalls am Aktienmarkt anlegen wollen. Es kommt zu einer extra Nachfrage nach Aktien. In einer sehr technischen Welt voller Computer und Algorithmen folgen dann sofort entsprechende trendverstärkende Reaktionen.

Heute steht das gestrige Kursplus unter Beweispflicht. In Asien kam es bereits zu einer schwachen Entwicklung. Die Kurse dort gaben im Tagesverlauf nach. Der DAX startet in der Nähe von 14.000 Punkten. In der ersten Reaktion drängt der Index nach Norden, weil die Anleger die gestrige Entwicklung fortsetzen wollen. Wie sich im obigen Chartbild zeigt, kämpft der DAX um diese wichtige Marke. Oberhalb dieses Bereiches entfallen direkte Abverkaufsvorhaben, da sich dann die Verkäufer zurückziehen werden. Unterhalb von 14.030 Punkten zeigen die Trendpfeile nach Süden (mehr erfahren).

Short Signal ID 2919

Das erste Abwärtsziel des Index sollte wieder der Kursbereich bei 13.900 Punkten sein. Unterhalb dieser Marke zeigen sich vermehrt Schwächesignale, da Käufer wegbleiben. Obwohl die Anleger steigende Kurse erwarten, sollte der Verkaufsdruck nicht nachlassen. Je nachdem wie lange der DAX braucht, ist das darauffolgende Ziel (nach 13.900 Punkten) die grüne Linie bei 13.790 Punkten. Je weiter sich der Index von der Marke von 14.000 Punkten entfernt, umso unruhiger sollten die Anleger werden.

Die Luft am Aktienmarkt ist raus. Ob nun die Friseure und die Baumärkte öffnen oder ob eine dritte Welle kommt, diese Faktoren haben nur noch bedingt eine Auswirkung auf die Kurse. Im Kern sind die Preise für Aktien überteuert und brauchen dringend eine Abkühlung. Die starken Sprünge in den letzten Wochen signalisieren eine vorherrschende Unsicherheit unter den Anlegern, die sich bald in stetig sinkenden Kursen ausdrücken sollte.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung und melden uns mit neuen DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Aktien und Anleihen sollten Sie verstehen (mehr erfahren)

 

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